Couscous kochen: Zube­rei­tung, Nährwerte und Rezepte

Couscous kochen, Zubereitung

Gerade aus dem afri­ka­ni­schen Raum kennen wir diese kleinen, feinen Körner, die an Hirse und Bulgur erinnern. Wenn man sich nun an dieses fremd­ar­tige Produkt wagen will, stehen vorher einige Fragen im Raum. Was ist Couscous eigent­lich und wie sieht es mit den Nähr­wer­ten aus? Wie wird er gekocht und zube­rei­tet und welche Rezepte sollte man unbedingt probiert haben? Ich zeige dir alles, von der Zube­rei­tung bis hin zu tollen Rezepten.

Was ist Couscous?

Couscous (Cous Cous oder Kuskus) ist letzt­end­lich nichts anderes als ein Gericht, dessen Grundlage Grieß aus Hart­wei­zen, Hirse oder aber auch Gerste ist. Dieser wird in einem spe­zi­el­len Verfahren durch die Zugabe von Feuch­tig­keit und Salz zu feinen Kügelchen zerrieben, die anschlie­ßend getrock­net werden. Heut­zu­tage bekommen wir Instant-Couscous zu kaufen, welcher nur noch in heißem Wasser quellen muss.

Aller­dings gibt es bei der Begriff­lich­keit eine Über­schnei­dung. Denn eigent­lich ist der noch nicht zube­rei­tete Grieß einfach nur Grieß und noch kein Couscous. Dazu wird er erst, nachdem man ihn zube­rei­tet hat.

Heut­zu­tage bekommt man ihn in nahezu jedem gut sortieren Super­markt. Alter­na­tiv kann man natürlich auch zum tür­ki­schen oder afri­ka­ni­schen Laden seines Ver­trau­ens gehen und sich dort damit eindecken.

was ist couscous
Wie gesund ist Couscous?

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, wie gesund ist Couscous? Grund­sätz­lich ist Grieß natürlich ein Getrei­de­pro­dukt, wie auch Nudeln. Dem­entspre­chend enthält er viele Koh­len­hy­drate, aber dafür kaum Fett. Er macht also lange satt. Außerdem hast du mit Couscous eine eiweiß­rei­che Mahlzeit, die fünfmal so viel Eiweiß wie Kar­tof­feln enthält.

Doch es hängt ganz von der Zube­rei­tung ab, wie ungesund oder gesund Couscous am Ende sein wird. Wie bei allen Produkten sind jene aus Vollkorn natürlich noch gesünder, das gilt auch hier. Aller­dings findet man Vollkorn-Couscous in unseren Brei­ten­gra­den nur sehr selten.

Nährwerte, Kalorien und Koh­len­hy­drate

Die Nährwerte beziehen sich immer auf 100 gr. unge­koch­ten Couscous.

Kalorien112Fett­ge­halt0,2 g
Natrium5 mgKalium58 mg
Cho­le­ste­rin0 mgKoh­len­hy­drate23 g
Protein3,8 g  

Außerdem enthält er auch Eisen, Magnesium, Vitamin B6 und Kalzium.

Ist Hart­wei­zen­grieß glu­ten­frei?

Wer bei seiner Ernährung auf Gluten achten muss, der wird mit Couscous leider nicht glücklich, denn er ist nicht glu­ten­frei. Eine tolle glu­ten­freie Alter­na­tive wäre dann bei­spiels­weise Quinoa oder Reis.

Couscous kochen und zube­rei­ten

Wenn du jetzt denkst, dass Couscous sicher ganz umständ­lich zuzu­be­rei­ten ist, dann kann ich dich beruhigen. Kaum eine Beilage kannst du so schnell kochen wie diese. Je nach Art der Ver­wen­dung unter­schei­det sich auch die Zube­rei­tungs­me­thode. Ursprüng­lich wurde der Grieß in einem spe­zi­el­len Topf im Dampf des Gerichts gegart, zu welchem er gereicht wurde. Heut­zu­tage ist es ein Instant-Produkt, welches häufig einfach nur mit heißem Wasser auf­ge­gos­sen wird und darin dann kurz quellen muss.

Wie viel Couscous pro Person?

Bevor wir uns an die Zube­rei­tung machen, stellt sich natürlich die Frage, mit wie viel Couscous pro Person gerechnet werden soll, damit auch alle satt werden? Hierbei unter­schei­den wir, ob er als Beilage oder als Haupt­ge­richt serviert werden soll.

Couscous …

… als Beilage
40-60 gr. pro Person
… als Haupt­ge­richt
60 – 80 gr. pro Person

Die Mengen beziehen sich jeweils auf das trockene Produkt.

Men­gen­ver­hält­nis Wasser/Grieß

An für sich sollte man den Couscous lediglich in leicht gesal­ze­nem Wasser quellen lassen. Aller­dings macht es durchaus Sinn, dieses Wasser ordent­lich zu würzen. Denn wie bei Nudeln auch, wird das Wasser auf­ge­so­gen und somit auch der Geschmack. Wenn man den Grieß nach­träg­lich würzt, bekommt man die Würze zwar an die Körner, aber nicht mehr hinein, was je nach Gericht etwas lang­wei­lig sein kann.

Das Men­gen­ver­hält­nis von Wasser zu Couscous ist immer 1:1.

Dem­entspre­chend kommen bei­spiels­weise auf 100 gr. trockenen Couscous 100 ml kochendes Wasser.
Da der Grieß im Wasser nicht köcheln, sondern lediglich quellen muss, kannst du dir überlegen, ob du es im Was­ser­ko­cher oder im Topf aufkochst.

Couscous-Grund­re­zept

Bevor ich dir ein paar leckere Rezepte verrate und dir zeige, wie du diese zube­rei­ten kannst, bekommst du erst mal mein Couscous-Grund­re­zept.

Zutaten:

250 gr. Couscous
250 ml heißes Wasser
1/2 TL Salz
etwas Olivenöl oder Butter

Zube­rei­tung:

Für die Zube­rei­tung einfach das Salz im heißen Wasser auflösen, anschlie­ßend den Couscous zugeben und durch­rüh­ren. Nun einen Schuss Olivenöl oder ein Stückchen Butter zufügen, noch mal durch­rüh­ren und für 3 Minuten quellen lassen. Hierbei unbedingt auf die Packungs­an­ga­ben achten, da die Quell­zei­ten variieren können.

Meine per­sön­li­chen Zube­rei­tungs­tipps und Ideen

Ich per­sön­li­che habe meine Liebe zum Couscous auf einer Reise nach Marokko entdeckt. Dort habe ich häufig Tajine gegessen, was mir ganz her­vor­ra­gend geschmeckt hat. Und so wollte ich diesen leckeren Grieß auch zuhause in unter­schied­li­chen Varia­tio­nen aus­pro­bie­ren, was ich auch getan habe. Deswegen habe ich hier ein paar ganz per­sön­li­che Tipps und Hinweise für dich:

  1. Couscous in der Sauce quellen lassen
    Wenn ich einen Gemü­se­ein­topf mit Couscous mache, lasse ich ihn kurz vor Ende der Kochzeit direkt in der Sauce quellen. So nimmt er den Geschmack des Gerichts an. Aller­dings aufpassen, dass man genug Flüs­sig­keit hat. Notfalls noch etwas nach­gie­ßen.
  2. Brühe statt kochendem Wasser verwenden
    Wer den Grieß wie oben im Grund­re­zept beschrie­ben quellen lässt, hat eine geschmack­lich relativ neutrale Beilage. Gequellt in Brühe wird er schon würziger, was je nach Zube­rei­tungs­art wün­schens­wert sein kann.
  3. Vor dem Kochen waschen?
    Im Gegensatz zu Reis oder anderen Beilagen, muss Couscous vor der Ver­wen­dung nicht gewaschen werden.

Leckere Couscous-Rezepte und Gerichte

Damit du nun Anre­gun­gen und Ideen bekommst, zeige ich dir ein paar leckere Couscous-Rezepte, die du unbedingt aus­pro­bie­ren solltest. 

Couscous-Salat mit Minze und Gra­nat­ap­fel Rezept

Dieser Couscous-Salat ist gerade in der warmen Jah­res­zeit eine herrlich, fruchtige Erfri­schung, die noch dazu lange satt macht und nicht schwer ist.
Zutaten
  • 150 gr Couscous
  • 150 ml Brühe
  • 1 Früh­lings­zwie­bel
  • 2 Tomaten möglichst groß
  • 1/2 Gurke
  • 1 Gra­nat­ap­fel
  • Essig
  • Olivenöl
  • Minze frisch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Zitrone unbe­han­delt
Zube­rei­tung
  • Die Brühe aufkochen, Topf vom Herd nehmen, Couscous zufügen und quellen lassen. Dabei immer wieder kurz umrühren.
  • In der Zwi­schen­zeit die Gurke und Tomaten fein würfeln, die Früh­lings­zwie­bel in feine Ringe schneiden und die Kerne vom Gra­nat­ap­fel auslösen. Diese Zutaten zum Couscous geben und gut durch­rüh­ren.
  • Etwas Essig, Olivenöl und einen Schuss warmes Wasser mit­ein­an­der vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschme­cken.
  • Die Mischung über den Couscous geben und gut durch­rüh­ren. Die Minz­blät­ter fein hacken und mit dem Abrieb einer gewa­sche­nen Zitrone zum Couscous geben.
  • Noch mal durch­rüh­ren und vor dem Servieren min­des­tens 2 Stunden im Kühl­schrank zugedeckt ziehen lassen.
Tipps & Tricks
Wer es gerne würzig oder scharf mag, kann ruhig ein wenig klein gehackte Chilis oder etwas scharfen Rosen­pa­prika zufügen. Auch frisches Kori­an­der­grün passt gut dazu.
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Couscous-Gemüse-Pfanne Rezept

Ein leckeres und vor allen Dingen würziges Pfan­nen­ge­richt für alle, die gerne etwas nord­afri­ka­ni­sches Flair in ihre Küche bringen wollen.
Zutaten
  • 100 gr Couscous
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 250 gr Brokkoli oder Paprika
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 100 ml Brühe
  • 1 Dose Tomaten gestü­ckelt
  • Cur­ry­pul­ver
  • Ras el-Hanout
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitro­nen­saft
  • Minze frisch
  • Koriander frisch
  • Olivenöl
  • Weißwein
Zube­rei­tung
  • Zwiebeln, Brokkoli oder Paprika, Karotten, Knoblauch und waschen/schälen und in Würfel schneiden.
  • Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und Karotten- und Zwie­bel­wür­fel zufügen und kurz anbraten.
  • Dann Brokkoli/Paprika und den Knoblauch in die Pfanne geben und mitbraten. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und ein­re­du­zie­ren lassen.
  • Dann die gestü­ckel­ten Tomaten und die Brühe zugeben. Mit Cur­ry­pul­ver, Ras el Hanout, Salz, Pfeffer, Zitro­nen­saft und einer Prise Zucker würzig abschme­cken.
  • Wenn das Gemüse gar ist den Couscous ein­rie­seln lassen und die Pfanne vom Herd ziehen.
  • Anschlie­ßend je nach Geschmack etwas frische Minze oder Koriander zufügen und nochmals abschme­cken.
Tipps & Tricks
Diese leckere Pfanne kann als Haupt­ge­richt oder aber auch als Beilage zu einem Stück Lamm o. Ä. gegessen werden.
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Mit Couscous gefüllte Paprika Rezept

Lecker aus dem Backofen kommt dieses leckere Rezept. Paprikas, die mit leckerem und würzigen Couscous gefüllt werden – einfach ein Traum.
Zutaten
  • 100 gr Couscous
  • 100 ml Brühe
  • 4 Paprika
  • 100 gr Schafs­käse Feta
  • 100 gr getrock­nete Tomaten
  • 30 gr Oliven
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Dose Tomaten gestü­ckelt
  • 1 EL Toma­ten­mark
  • 1 Schuss Rotwein
  • Basilikum
  • Oregano
  • Zucker
  • Olivenöl
Zube­rei­tung
  • Die Brühe aufkochen, vom Herd nehmen und den Couscous zufügen und darin quellen lassen.
  • Den Deckel der Paprika abschnei­den, Kerne und weiße Schei­de­wände vor­sich­tig mit einem Löffel entfernen und die Papri­ka­scho­ten anschlie­ßend waschen.
  • Den Deckel nicht wegwerfen, auch daraus die Kerne entfernen und ihn ebenfalls waschen.
  • Jetzt eine Zwiebel und den Knoblauch schälen und mit den getrock­ne­ten Tomaten in feine Würfel schneiden.
  • Mit zer­brö­sel­tem Schafs­käse, Knoblauch, Olivenöl, Oliven, Salz, Pfeffer und Kräutern vermengen. Am Ende den Couscous zufügen und gut durch­mi­schen.
  • Die Paprika auf der Innen­seite leicht salzen, nun mit der Cous­cous­masse befüllen und den Deckel darauf legen.
  • Eine Pfanne auf den Herd stellen und die andere Zwiebel ebenfalls in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig dünsten.
  • Einen Esslöffel Toma­ten­mark zugeben und kurz anrösten. Dann mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Kurz ein­re­du­zie­ren lassen und dann die gestü­ckel­ten Tomaten zufügen. Etwas Zucker zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Die Schoten in eine gefettete Auf­lauf­form geben, mit der Toma­ten­sauce über­gie­ßen und bei 180 Grad für ca. 40 – 50 Minuten backen lassen, bis die Schoten weich, aber noch bissfest sind.
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Süßer Couscous Rezept

Dieses Couscous Rezept ist süß und wird mit Obst, wie Äpfeln und Blau­bee­ren zube­rei­tet. Dabei kannst du dieses süße Couscous Rezept ganz einfach variieren.
Zutaten
  • 100 gr Couscous
  • 100 ml Milch
  • 1 Apfel
  • 1 Handvoll Blau­bee­ren
  • 1 TL Honig
  • Rosinen
  • 1 Prise Zimt
Zube­rei­tung
  • Den Honig mit der Milch und Zimt vermengen und in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und den Couscous ein­rie­seln und 3 – 5 Minuten quellen lassen.
  • Wäh­rend­des­sen den Apfel klein schneiden (nach Wunsch auch schälen) und in Würfel schneiden.
  • Zusammen mit den Rosinen und den Blau­bee­ren unter den Couscous mischen und noch lauwarm servieren.
Tipps & Tricks
Du kannst hier jedes Obst verwenden, das du magst. Auch kannst du die Milch durch Sojamilch ersetzen, wen du eine vegane Variante des süßen Couscous aus­pro­bie­ren möchtest. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
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Wie du siehst ist die Zube­rei­tung von Couscous gar nicht so schwierig. Trau dich und probier’s einfach mal aus.

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