Septum-Piercing Guide, Schmerzen, stechen, Kosten, Pflege, Heilung

Septum-Piercing stechen lassen: Schmerzen, Kosten, Pflege

Du willst dir ein Septum-Piercing stechen lassen und bist auf der Suche nach Infos zu Schmerzen, Kosten, der Pflege und Heilung? Ich berichte von meinen per­sön­li­chen Erfah­run­gen und versorge dich in diesem Beitrag mit allem, was du zum Thema Septum wissen musst.

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Tradition des Nasen­rings

Tra­di­tio­nell gesehen ist das Septum-Piercing eines der am Weit­ver­brei­tets­ten, wenn man vom Ohr­pier­cing mal absieht. Oft wurde es im Rahmen von Initia­ti­ons­ri­tua­len gestochen und auch von Kriegern häufig getragen. Auch die Azteken und die Mayas trugen diesen Nasenring bereits aus reli­giö­sen Gründen. Auch in Afrika und Asien hat diese Art des Kör­per­schmucks eine lange Tradition.

Septum stechen lassen

Du willst dir ein Septum stechen lassen und fragst dich, was dich dabei erwartet? Letzt­end­lich gibt es keinen Grund Angst davor zu haben. Wichtig ist nur, dass du dir einen kom­pe­ten­ten Piercer suchst, denn oftmals wird es leider durch den Knorpel gestochen, was zu einer viel längeren Abheil­zeit und auch zu stärkeren Schmerzen während des Stechens führt. Außerdem passiert es oft, dass es schief gestochen wird, was gerade bei einem Nasenring extrem auffällt.

Was passiert beim Piercer?

Hast du nun den passenden Piercer gefunden, bei dem du das Septum-Piercing stechen lassen willst, dann kann es auch schon losgehen. Im Nor­mal­fall wirst du nicht betäubt, was aber auch nicht nötig ist. Der Piercer wird sich deine Nasen­schei­de­wand genau ansehen und die passende Stelle markieren. Es ist nämlich gar nicht so einfach, dieses Piercing gerade zu stechen, da jede Nasen­schei­de­wand anders ist.

Anschlie­ßend des­in­fi­ziert er die Stelle und nimmt eine spezielle Klemm­zange, was ein wenig unan­ge­nehm sein kann. Nun sticht er mit der Kanüle das Piercing und zieht den gewünsch­ten Schmuck durch das Loch und das war’s auch schon. Im Nor­mal­fall wird ein Schmuck mit 1,2 mm oder 1,6 mm Dicke ein­ge­setzt. Du solltest dich auf jeden Fall darüber infor­mie­ren lassen, wie groß der ein­ge­setzte Schmuck ist und welchen Durch­mes­ser er hat. So kannst du später pro­blem­los andere Schmuck­stü­cke nach­kau­fen.

Wo wird es genau gestochen?

Das Septum-Piercing sollte, wie bereits erwähnt, nicht durch den Knorpel gestochen werden, sondern durch das dünne Häutchen, welches sich in der Nasen­schei­de­wand befindet. Dieses kannst du ertasten, wenn du den fühlbaren Knorpel nach unten wanderst. Die Stelle ist relativ emp­find­lich, aber auch dünn, da es sich hierbei wirklich nur um ein Häutchen handelt.

Septum-Piercing selber stechen

Wie bei jedem anderen Piercing kann ich dir nur eins sagen:

Das Septum-Piercing selber stechen – ein absolutes No-Go!

Die Gefahr einer Ent­zün­dung und Ver­let­zun­gen ist dabei viel zu groß. Außerdem hast du selber keinen richtig guten Blick in deine Nase und kannst die Kanüle dem­entspre­chend schlecht plat­zie­ren. Die Folge davon sind meist schiefe und falsch gesto­chene Piercings, die man innerhalb kürzester Zeit sowieso wieder rausnimmt. Inves­tiere lieber ein wenig Geld und lass es pro­fes­sio­nell machen. So hast du auch Monate und Jahre später noch Freude an diesem Kör­per­schmuck.

Septum-Piercing – Schmerzen beim Stechen

Das Internet ist voll von Hor­ror­ge­schich­ten, wenn es beim Septum Piercing um die Schmerzen beim Stechen geht. Und tat­säch­lich ist es beim Piercen wie beim Täto­wie­ren – jeder Mensch ist anders, dem­entspre­chend hat auch jeder ein anderes Schmerz­emp­fin­den.

Sollte das Piercing wirklich fach­ge­recht durch das Häutchen gestochen werden, dann halten sich die Schmerzen wirklich in Grenzen. Worauf du dich ein­stel­len kannst, ist ein unan­ge­neh­mes Ziehen, während die Kanüle durch das Häutchen gedrückt wird. Du wirst ein paar Tränchen verlieren, was aber nicht an den starken Schmerzen beim Septum-Piercing liegt, sondern daran, dass solche „Eingriffe“ an der Nase eine sofortige Wirkung auf die Augen haben.

Richtig starke Schmerzen könntest du lediglich dann haben, wenn der Piercer entweder durch den Knorpel sticht oder ihn verletzt. Doch das sollte bei einem guten Pier­cing­stu­dio nicht der Fall sein.

Septum-Piercing stechen lassen, Kosten, Pflege, Heilung

Heilung und Abheil­zeit

Die Heilung beim Septum-Piercing ist relativ unkom­pli­ziert, aber lang­wie­rig. Ich per­sön­lich hatte eine Abheil­zeit von fast 6 Monaten, aller­dings muss ich dazusagen, dass ich Heu­schnup­fen habe und mir dem­entspre­chend oft die Nase läuft, was die Hei­lungs­dauer natürlich ver­län­gert.

Im Nor­mal­fall sollte die Abheil­zeit des Septums zwischen 2 und 3 Monate dauern. Bei mir war diese Zeit aller­dings unan­ge­neh­mer als das Stechen selber. Denn die Nase war lange Zeit sehr emp­find­lich und bei Berührung auch schmerz­haft. Aber wie das Stechen ist auch die Heilung bei jedem anders. Manche spüren schon nach einer Woche nichts mehr und bei anderen dauert es etwas länger, wie in meinem Fall.

Die richtige Pflege

Natürlich ist wie bei jedem anderen auch beim Septum-Piercing die Pflege extrem wichtig. Von deinem Piercer solltest du im Nor­mal­fall eine Pfle­ge­an­lei­tung bekommen, an die du dich auch halten solltest. Ich habe Pron­to­lind verwendet und das Piercing damit mithilfe eines nicht fus­seln­den Wat­te­stäb­chens, besser noch mit Küchen­rolle sauber gemacht.

Das Produkt, welches du ver­wen­dest, sollte auf jeden Fall für Schleim­häute geeignet sein und ich per­sön­lich habe mein frisches Septum 1x morgens und 1x abends sauber gemacht.

Tipp: Bevor du dein Piercing pflegst unbedingt auf sauber Hände und Fin­ger­nä­gel achten!

Was tun, wenn sich das Septum entzündet?

Du hast dich an die Pfle­ge­an­lei­tung gehalten und trotzdem hat sich dein Septum entzündet? Dann solltest du auf jeden Fall mit deinem Piercer sprechen und am besten bei ihm vor­bei­schauen. Er kann sich das näher ansehen und dir die richtigen Tipps und Infos geben. Sollte es gar nicht besser werden, hilft unter Umständen nur das Raus­neh­men des Piercings.

Welche Risiken gibt es?

Wie bei jedem Piercing gibt es natürlich auch beim Septum Risiken. Das größte Risiko ist, dass sich der Stich­ka­nal entzündet. Aber auch dann gibt es Mittel und Wege, um die Ent­zün­dung zu beheben. Sollte es extrem schlecht gestochen oder unsaubere Mate­ria­lien verwendet werden, könnte es im schlimms­ten Fall zu einer Beein­träch­ti­gung der Nasen­at­mung kommen.

Aller­dings gehören die Nasen­pier­cings zu den harm­lo­ses­ten Ver­tre­tern ihrer Art, weshalb sich die Risiken in Grenzen handeln.

Septum-Piercing Kosten

Nun stellt sich natürlich unwei­ger­lich die Frage, was ein Septum-Piercing kosten wird. Ich habe für meines im Jahr 2016 genau 55,00 Euro bezahlt. Im Preis inbe­grif­fen war das Piercen selbst, die Nachsorge-Unter­su­chung und der ein­ge­setzte Schmuck, in meinem Fall ein Hufeisen-Ring. Aller­dings kann der Preis variieren. Er bewegt sich in den meisten Studios aber zwischen 40 und 70 Euro.

Septum Schmuck – Stab oder Ring?

Bevor dir das Septum bestochen wird, hast du beim Schmuck die Qual der Wahl. Du kannst dich zwischen einem Ring und einem Stab ent­schei­den. Dabei liegt es häufig am per­sön­li­chen Geschmack, wofür man sich ent­schei­det. Wenn du das Septum-Piercing ver­ste­cken möchtest, dann wäre eine Banane sicher die richtige Wahl für dich. Aber auch wenn dich ein Ring in der Nasen­schei­de­wand eher an einen Ochsen erinnert, könnte es die bessere Variante sein.

Ich per­sön­lich habe mich damals für einen Huf­ei­sen­ring ent­schie­den, diesen aber nach der Abheil­zeit durch einen Ring ersetzt. Der Grund dafür ist ganz einfach. Das Hufeisen mit seinen zwei Kugeln sieht zwar hübsch aus, aller­dings habe ich auf Fotos immer wieder gesehen, dass sich das Hufeisen ver­scho­ben hat und dem­entspre­chend schräg in meiner Nase hing. Mich hat das unheim­lich gestört, weshalb ich es dann eben durch einen geschlos­se­nen Ring ersetzt habe. Seit dem habe ich das Problem nicht mehr. 😀

 

Lässt sich das Piercing ver­ste­cken?

Wenn du das Septum-Piercing ver­ste­cken willst oder musst, weil du es bei der Arbeit bei­spiels­weise nicht haben darfst, dann kannst du ganz einfach einen Huf­ei­sen­ring oder einen Bana­nen­ste­cker tragen. Diese kannst du so nach innen drehen, dass man es nicht mehr sieht. Beim Huf­ei­sen­ring solltest du nur darauf achten, dass die Öffnung groß genug ist und der Ring nicht zu groß ist, sonst lässt er sich nicht nach innen drehen.

Fake-Septum anstatt richtigem Piercing

Wenn du den Nasenring hübsch findest, aber dich entweder nicht traust oder einfach kein Loch in deiner Nasen­schei­de­wand möchtest, dann kannst du auch ein Fake-Septum verwenden. Diese halb-offenen Ringe werden einfach in die Nase geklemmt und sehen einem echtem Piercing zum Ver­wech­seln ähnlich. Ob es kom­for­ta­bel ist oder sie ständig rutschen, kann ich dir aus per­sön­li­cher Erfahrung leider nicht sagen.

Auch wenn du dir nicht sicher bist, ob dir ein Septum steht, ist das eine tolle Mög­lich­keit, um es einfach aus­zu­pro­bie­ren.

Meine per­sön­li­chen Erfah­run­gen

Ich möchte dir hier noch zusam­men­fas­send von meinen per­sön­li­chen Erfah­run­gen mit dem Septum-Piercing berichten. Lange hatte ich den Wunsch, mir eines stechen zu lassen und war nach einigen anderen Piercings auch nicht ganz unbedarft. Trotzdem hatte ich aufgrund der Hor­ror­ge­schich­ten, die ich über die Schmerzen gelesen hatte, ehrlich gesagt ziemlich Schiss. Irgend­wann habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und bin zum Piercer meines Ver­trau­ens gegangen.

Die Schmerzen waren nicht so schlimm wie erwartet, nur die Abheil­phase zog sich bei mir ziemlich hin. Das ständige Putzen der Nase, durch meinen Heu­schnup­fen, war eine ziemliche Tortur. Zum Glück hat es sich trotz großer Schnup­fen­nase nicht entzündet und bereitet mir auch heute keine Probleme.

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