Helix Piercing stechen lassen: Schmerzen, Kosten und Heilung

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Du willst dir ein Helix Piercing stechen lassen und hast viele Fragen? Ich zeige dir, welche Erfahrung ich selber beim Stechen gemacht habe, wie lange es gedauert hat, bis es abgeheilt war, was es gekostet hat und welche Risiken es bei diesem Piercing oben am Ohr gibt.

Piercing an der Ohr­mu­schel

Es gibt unheim­lich viele ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten für Piercings am Ohr.

Piercing Ohr Helix

Die seit langer Zeit belieb­teste Variante ist mit Sicher­heit das Helix. Dieses wird oben an der wulstigen Umrandung der Ohr­mu­schel gestochen oder gepuncht. Damit gehört es zu den sog. Knor­pel­pier­cings, was den großen Vorteil hat, dass es nicht so schnell zuwächst, auch wenn man es längere Zeit nicht trägt.

Helix Piercing stechen lassen

Wenn du dich nun ent­schie­den hast und dir ein Helix Piercing stechen lassen willst, dann solltest du dir einen guten Piercer suchen.

Wichtiger Hinweis: Immer wieder werden Piercings am Ohr beim Juwelier oder Arzt gestochen. Davon kann nur abgeraten werden. Beim Ohrloch Schießen im Knor­pel­be­reich kann es zu Problemen mit der Heilung kommen und auch ein Arzt hat nicht so viel Erfahrung wie ein Piercer, zu dessen täglichem Geschäft es gehört.

Was passiert beim Piercer?

Wenn du dann beim Piercer ange­kom­men bist, wird der Ablauf in etwa Folgender sein:

  1. Zuerst wirst du dich in den Stuhl setzen dürfen, der Piercer wird die Stelle anzeich­nen, an der das Helix gestochen werden soll. Hier hast du auch die Mög­lich­keit mit­zu­be­stim­men, ob es dir an der Stelle gefällt oder du es gerne etwas weiter oben oder unten hättest.
  2. Dann wird das Ohr des­in­fi­ziert.
  3. Mit einer Zange wird er dein Ohr fest­hal­ten, ab jetzt heißt es auch, nicht mehr bewegen.
  4. Je nachdem, ob du es gepuncht oder gestochen haben möchtest, wird jetzt der spannende Moment kommen, wo es in der Magen­ge­gend besonders stark kribbelt.
  5. Sobald die Nadel durch ist, wird der Stecker oder Ring ein­ge­führt und schon hast du dein Helix Piercing.

Dieses Video zeigt sehr genau, wie das Stechen eines Helix Piercings genau abläuft:

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Schmerzen beim Stechen

Gerade wenn man mit dem Gedanken spielt, sich ein Piercing stechen zu lassen, kommt sofort die Frage nach den Schmerzen auf. Man wühlt sich von einer Piercing-Infoseite zur nächsten, um möglichst viele Erfah­rungs­werte zu finden, wie stark die Schmerzen sein werden. Am Ende dieser Recherche wird man jedoch fest­stel­len, dass jeder ein anderes Schmerz­emp­fin­den hat und der eine so sagt und der andere so.

Ich kann dir aus meiner per­sön­li­chen Erfahrung sagen, dass das Piercing durchaus schmerz­haft war, aber nicht so, dass man es nicht aushalten könnte. Wenn durch den Knorpel gestochen wird, ist es immer etwas unan­ge­neh­mer, als wenn der Stich­ka­nal nur durch Haut geht. Aber man liest auch bei vielen, dass sie das Stechen des Helix als gar nicht schmerz­haft empfanden.

Deswegen: Keine Angst und nur zu – der kurze Schmerz ist vorbei, ehe du „Aua“ sagen kannst.

Helix Piercing punchen lassen?

Punchen heißt, es wird nicht normal gestochen, sondern mit einer Biopsie-Nadel aus­ge­stanzt. Damit wird der Druck­schmerz, den man durch das Stechen eines Knorpels auto­ma­tisch hat, vermieden. Die Abheil­zeit verkürzt sich auch, aller­dings nicht so sehr, dass dies ein Grund sein könnte, das Helix Piercing punchen anstatt stechen zu lassen. Aber wer einen größeren Durch­mes­ser als die klas­si­schen 1,2 oder 1,6 mm haben möchte, für den ist es sicher­lich das Mittel der Wahl.

Am besten sprichst du mit deinem Piercer darüber, welche Methode für dich am besten ist.

Piercing am Ohr selber stechen

Wenn du nun auf die Idee kommst, dir das Piercing am Ohr selber zu stechen, kann ich davon nur dringend abraten. Kein Piercing sollte selber gestochen werden, da einem einfach die nötige Erfahrung fehlt, was zu bösen Ent­zün­dun­gen und schlecht oder schief gesto­che­nen Piercings führen kann. Und so teuer ist ein Piercing nun wirklich nicht, dass man es nicht beim Profi machen lassen könnte.

Kosten

Die Kosten für ein Helix Piercing liegen je nach Piercer zwischen 40 und 60 Euro. Nor­ma­ler­weise ist im Preis für das Helix

  • das Stechen,
  • die Beratung und
  • der erste Schmuck beinhal­tet.

Bei einigen Piercern bekommst du außerdem noch das ent­spre­chende Mittel zum Pflegen. Auch die Nach­kon­trolle, sowie die Mög­lich­keit, dich bei Fragen zu melden, gehört zum guten Service nor­ma­ler­weise mit dazu.

Tipp: Die meisten Pier­cing­stu­dios haben auf ihrer Webseite eine Preis­liste ver­öf­fent­licht. Es lohnt sich, vorab einen Blick drauf zu werfen.

Helix Piercing Kosten, Schmerzen, Heilung

Risiken und Gefahren

Letzt­end­lich gibt es kein Piercing ohne Risiken, wobei sich diese bei den meisten sehr in Grenzen halten. Beim Durch­ste­chen des Knorpels dauert es in der Regel immer etwas länger, bis das Piercing abheilt. Darauf kannst du dich grund­sätz­lich schon mal ein­stel­len. Das Helix ist, wenn es gut gemacht wird, aber nicht gefähr­li­cher als ein anderes Piercing.

Ein gutes Pier­cing­stu­dio aussuchen ist das A und O für ein möglichst risi­ko­freies Piercing, an dem man lange Freude hat.


Angst vor Wild­fleisch? Das muss nicht mehr sein. Diese Discs werden einfach am Piercing ange­bracht und ver­hin­dern einer­seits, das Wild­fleisch entsteht und sorgen ande­rer­seits dafür, dass es wieder weggeht.

Heilung beim Helix Piercing

Kommen wir zu dem, was ich gerade schon ange­kün­digt habe, die Heilung beim Helix. Wie bereits erwähnt, ist es bei Piercings, die durch den Knorpel gestochen oder gepuncht werden normal, dass die Abheil­zeit ziemlich lange dauert. Nor­ma­ler­weise wird es 2 – 6 Monaten brauchen, bis das Helix verheilt ist. In Aus­nah­me­fäl­len kann das Piercing auch bis zu einem Jahr noch Zicken machen, bevor es voll­stän­dig abgeheilt ist.

Die richtige Pflege

Wie bei jeder Wunde ist die Pflege auch beim Helix Piercing das A und O. Damit sich dein Piercing nicht entzündet, solltest du es grund­sätz­lich nur mit frisch gewa­sche­nen Händen berühren und möglichst wenig bewegen. Das man ein Piercing ständig drehen oder bewegen muss, ist überholt und nicht ziel­füh­rend für eine schnelle Heilung.

Pflege dein Helix am besten, indem du es 1 – 2 Mal täglich säuberst. Dafür benötigst du:


  1. Die Hände mit Seife waschen.
  2. Das Küchen­krepp in lauwarmes Wasser tauchen. An den Ein­stich­stel­len und den Kugeln des Pier­cing­schmucks oder Rings verteilen und etwa eine Minute warten, sodass die Kruste etwas auf­wei­chen kann.
    Tipp: Wenn du das Küchen­krepp zu einer dünnen, festen Wurst zusam­men­drehst, geht es am besten.
  3. Dann vor­sich­tig die Rück­stände abnehmen.
  4. Mit dem Des­in­fek­ti­ons­mit­tel die Ein­stich­stelle ein­sprü­hen, aber das Piercing bei der ganzen Prozedur möglichst wenig bewegen.

Nimm bitte kein Wat­te­stäb­chen zum Säubern, da es zu stark fusselt.

Worauf solltest du während der Abheil­phase achten?

Gerade beim Helix Piercing ist die Heilung ziemlich schwierig, da man auf so viel achten muss. Lange Haare bei­spiels­weise verhängen sich gerne an der Kugel des Stabes und ehe man sich versieht, zieht man unachtsam einzelne Haar­sträh­nen zurück und reißt am frisch gesto­che­nen Piercing. Auch Mützen oder Stirn­bän­der bergen die Gefahr, dass sich einzelne Maschen am Stab ver­hed­dern und man beim an- oder ausziehen daran reißt.

Dem­entspre­chend gilt für die Abheil­phase:

  • Möglichst nicht auf dem Ohr schlafen, wo sich das frisch gesto­chene Helix Piercing befindet.
  • Vor­sich­tig sein beim Kämmen, Waschen und Pflegen der Haare.
  • Möglichst keine Kopf­be­de­ckun­gen verwenden.
  • Pullover & Co. langsam und vor­sich­tig ausziehen.

Wenn du diese Tipps beachtest und dein Piercing ordent­lich pflegst, dann sollte es pro­blem­los abheilen.

Ist dein Helix Piercing entzündet und eitert oder blutet?

Dass das frisch gesto­chene Helix Piercing blutet, ist völlig normal und kein Grund zur Beun­ru­hi­gung. Aller­dings sollte das nicht übermäßig lange anhalten und sich auch schnell wieder beruhigen.

Dass das Helix Piercing eitert, ist nicht normal und ein erstes Anzeichen dafür, dass es sich entzündet hat. Aller­dings ist das kein Grund, um jetzt in Panik zu verfallen. Sprich am besten mit deinem Piercer darüber und lass dich von ihm beraten, wie du nun weiter vorgehen sollst.

Auch Wild­fleisch kann sich bei einem Piercing, welches durch den Knorpel gestochen wird, bilden. Solltest du eine Beule um den Stich­ka­nal entdecken, dann kon­tak­tiere auch dafür deinen Piercer.

Meine per­sön­li­che Erfahrung

Ich selber habe mir schon früh ein Helix Piercing gewünscht und es war das erste, außer den bereits als Kind bekom­me­nen Ohr­lö­chern. Leider war ich noch nicht voll­jäh­rig und meine Mum hat sich nicht davon abbringen lassen, es beim Arzt stechen zu lassen. Zum Glück hatte ich keine Probleme damit, obwohl die Abheil­zeit mit 8 Monaten ziemlich lang war. Die Schmerzen beim Stechen waren aus­zu­hal­ten und der große Vorteil – selbst wenn man den Schmuck mal ein paar Monate nicht getragen hat, kriegt man ihn pro­blem­los wieder durch.

Wie du siehst, es gibt keinen Grund Angst zu haben. Lass dir das Helix Piercing stechen und du wirst gar nicht verstehen, worum du dir eigent­lich so einen Kopf gemacht hast.

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