Hausmittel Blasenentzündung

Bla­sen­ent­zün­dung: Ursachen, Symptome und Haus­mit­tel

Gerade in der kalten Jah­res­zeit erleben manche von uns es immer wieder. Plötzlich brennt es beim Was­ser­las­sen und man hat das Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen. Da kündigt sich wohl ein Harn­wegs­in­fekt an. Doch was sind eigent­lich die Ursachen für eine Ent­zün­dung der Blase und welche Symptome gehen mit ihr einher? In diesem Beitrag erfährst du genau das. Außerdem verrate ich dir, wann du besser zum Arzt gehen solltest und welche Haus­mit­tel gegen Bla­sen­ent­zün­dung helfen.

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Ursachen

Frauen sind von dieser Erkran­kung häufiger betroffen als Männer, weil sie eine kürzere Harnröhre besitzen. Die häufigste Ursache für Bla­sen­ent­zün­dung sind Bakterien, die ihren Weg aufgrund der ungüns­ti­gen Anatomie der Frau leichter in die Harnröhre finden. Aller­dings ist das nicht der einzige Weg, sich zu infi­zie­ren.

Auch mangelnde Intim­hy­giene oder das Ver­schlep­pen von Bakterien vom After zum Schei­den­ein­gang sind mögliche Gründe für eine Bla­sen­in­fek­tion. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Denn auch zu viel Intim­hy­giene kann für die Pro­ble­ma­tik ver­ant­wort­lich sein.

Ein unaus­ge­gli­che­ner Hor­mon­haus­halt kann ebenfalls für ein nicht mehr intaktes Schei­den­mi­lieu sorgen und damit eine schnelle Infektion durch Bakterien begüns­ti­gen. Mit ein Grund, warum Frauen in den Wech­sel­jah­ren häufiger mit diesem Problem zu kämpfen haben.

Zwar kommt einem das im ersten Moment gar nicht in den Sinn, aber wer zu wenig trinkt, erhöht damit auch das Risiko, an einer Bla­sen­ent­zün­dung zu erkranken.

Erste Anzeichen und Symptome

Wenn du schon mal einen Harn­wegs­in­fekt hattest, dann erkennst du ihn eigent­lich schon bei den aller­ers­ten Anzeichen. Die Symptome einer Bla­sen­ent­zün­dung sind sehr typisch und dem­entspre­chend leicht zu erkennen. Eines der typischs­ten Anzeichen ist wohl der ungewohnt häufige Harndrang und das ebenfalls bei nur kleinen Mengen Urin in der Blase, wo man im Nor­mal­fall noch nicht auf die Toilette müsste. Auch der stechende Schmerz beim Was­ser­las­sen, als würde jemand ein Rasier­mes­ser durch deine Harnröhre ziehen, ist typisch für eine Bla­sen­ent­zün­dung. Der Urin erscheint trüb und kann auch geruchs­in­ten­si­ver als sonst sein. Bei fort­ge­schrit­te­ner Erkran­kung zeigt sich Blut im Urin, und es tritt evtl. Fieber auf. Bei extrem starker Aus­prä­gung kann es auch durchaus zu Übelkeit und Erbrechen, sowie Unter­leibs- und Rücken­schmer­zen kommen.

Ab wann zum Arzt?

Natürlich stellt sich bei den vielen Symptomen die Frage, ab wann sollte man mit einer Bla­sen­ent­zün­dung zum Arzt und wann kann man selber mit Haus­mit­teln versuchen, den Harn­wegs­in­fekt los­zu­wer­den? Solange du kein Fieber und auch kein Blut im Urin hast, kannst du durchaus für ein paar Tage mit alt­be­kann­ten Haus­mit­teln gegen die Bla­sen­ent­zün­dung ankämpfen. Sollte aller­dings nach 2 – 3 Tagen so gar keine Besserung eintreten, dann hilft nur der Weg zum Arzt.

Ist Bla­sen­ent­zün­dung anste­ckend?

Grund­sätz­lich ist natürlich auch eine Bla­sen­ent­zün­dung anste­ckend. Mittels einer Schmier­in­fek­tion kann sie über­tra­gen werden. Aller­dings ist das Anste­ckungs­ri­siko ver­gleichs­weise gering, wenn man sich an ein paar Hygie­ne­re­geln hält. Trotzdem ist vor allen Dingen auf öffent­li­chen Toiletten Vorsicht geboten. Nicht vergessen sollte man auch, dass die Über­tra­gung beim Geschlechts­ver­kehr möglich ist, weshalb Sex während einer Infektion der Blase besser vermieden werden sollte.

Dauer und Risiken

Beginnt man bei ersten Anzeichen einer Bla­sen­ent­zün­dung umgehend mit der Behand­lung, ist mit einem raschen und pro­blem­lo­sen Abklingen der Erkran­kung innerhalb weniger Tage zu rechnen.
Eine ver­schleppte oder nicht aus­ku­rierte Bla­sen­ent­zün­dung kann schwer­wie­gende Probleme nach sich ziehen. Eine Nie­ren­ent­zün­dung, chro­ni­sche Harn­röh­ren­ent­zün­dung und sogar eine Blut­ver­gif­tung kann die Folge sein. Aber auch das Auf­stei­gen der Bakterien in die Niere ist ein bestehen­des Risiko, was zu ernst­haf­ten Krank­hei­ten führen kann.

Symptome Blasenentzündung Ursachen

Was hilft bei einer Bla­sen­ent­zün­dung?

Jeder Mensch ist anders, dem­entspre­chend tun einem auch ganz andere Dinge gut. Die hier auf­ge­lis­te­ten Haus­mit­tel und einfachen Hilfs­mit­tel können nicht zaubern. Eine Heilung von heute auf morgen ist nicht zu erwarten. Aller­dings können die Symptome gelindert und eine schnel­lere Genesung unter­stützt werden:

  • Warm halten
    Halte dich warm! Wärmende Unter­wä­sche und Socken ver­mit­teln nicht nur ein wohliges Gefühl, sie helfen auch, die ver­spannte Mus­ku­la­tur zu ent­kramp­fen. Wärm­fla­sche oder Heiz­kis­sen unterhalb vom Bauch­na­bel aufgelegt, können ebenfalls zur Schmerz­lin­de­rung beitragen.
  • Viel trinken
    Trinke aus­rei­chend – min­des­tens 2 Liter täglich. Hier bieten sich Kräu­ter­tees oder alle Sorten von Wässern an. Ver­zich­ten solltest du in dieser Zeit auf alles, was die Blase zusätz­lich reizt.
  • Heiße Badewanne
    Ich per­sön­lich fand eine heiße Badewanne bei Bla­sen­ent­zün­dung immer sehr hilfreich. So kann die Bla­sen­mus­ku­la­tur ent­span­nen. Sollten durch die Ent­span­nung ein paar Tröpfchen Urin in das Bade­was­ser gelangen, keine Sorge, das ist nicht schlimm.

Neben diesen tollen Mög­lich­kei­ten gibt es natürlich noch diverse natür­li­che Mittel, die man meist im Haus hat.

Haus­mit­tel gegen Bla­sen­ent­zün­dung

Erste Symptome für eine Bla­sen­ent­zün­dung können mit folgenden Haus­mit­teln behandelt werden:

Bären­trau­ben­blät­ter­tee – natür­li­ches Anti­bio­ti­kum
Mir per­sön­lich hat Bären­trau­ben­blät­ter­tee sehr geholfen. Es handelt sich hierbei um ein natür­li­ches Anti­bio­ti­kum, dass das Bak­te­ri­en­wachs­tum senkt und sich einen guten Namen bei der Behand­lung von Ent­zün­dun­gen der Harnwege gemacht hat. Lass dich hierzu einfach von deinem Apotheker beraten und achte auf die Hinweise im Bei­pack­zet­tel.

Cran­ber­ry­saft oder -tabletten
Auch Cran­ber­rys sind in den unter­schied­lichs­ten Formen bei Bla­sen­ent­zün­dung emp­feh­lens­wert, dienen aber eher der Vor­beu­gung als Heilung. Zumindest gibt es noch keine zuver­läs­si­gen Studien, die die Wirk­sam­keit bei einem bereits aus­ge­präg­ten Harn­wegs­in­fekt bestä­ti­gen.

Back­pul­ver oder Natron
Beides lindert bei Bla­sen­ent­zün­dung das Brennen in der Harnröhre, da Natron den Urin basisch beein­flusst. Emp­feh­lung: 3 Tage lang pro Tag 2 große Gläser Wasser trinken, die du mit einer Mes­ser­spitze Backpulver/Natron versetzt.

Wie kann ich eine Bla­sen­ent­zün­dung vorbeugen?

Noch viel wichtiger als die Behand­lung der Erkran­kung ist natürlich die Vor­beu­gung. Deswegen möchte ich dir zum Abschluss dieses Beitrags noch zeigen, wie du eine Bla­sen­ent­zün­dung vorbeugen kannst:

  • Sau­ber­keit
    Reinige den Intim­be­reich regel­mä­ßig, aller­dings nur mit Wasser und Seife. Hier solltest du ein gesundes Maß finden.
  • Hygiene beim Toi­let­ten­gang
    Wische nach dem Stuhlgang mit dem Toi­let­ten­pa­pier von vorne nach hinten ab, damit keine Bakterien vom After in die Scheide bzw. Harnröhre gelangen können.
  • Nasse Bade­sa­chen ausziehen
    Tausche nach dem Besuch im Frei- oder Hallenbad bzw. am See den nassen Badeanzug gegen einen trockenen. Denn auch nasse Bade­kla­mot­ten können das Verkühlen der Blase ver­ur­sa­chen.
  • Witterung ent­spre­chend anziehen
    Pack dich bei kühlen Tem­pe­ra­tu­ren von Kopf bis Fuß warm ein. Knappe Pullover oder Hosen, die Haut sehen lassen, verzeiht die Blase nicht.
  • Aus­rei­chende Flüs­sig­keits­zu­fuhr
    Achte darauf immer aus­rei­chend zu trinken. So werden die Nieren und die Blase gut gespült und Bakterien können sich nicht so leicht fest­set­zen.
  • Infek­ti­ons­ge­fahr auf fremden Toiletten
    Benutze fremde Toiletten nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Ggf. einfach mit einem Tuch des­in­fi­zie­ren oder nicht direkt darauf setzen.

Wie du sehen kannst, helfen ein­fachste Vor­sichts­maß­nah­men, um eine Infektion der Blase vor­zu­beu­gen. Natürlich ist man dadurch nicht davor gefeit, sich trotzdem anzu­ste­cken. Aller­dings sollte eine Bla­sen­ent­zün­dung bei Menschen ohne Vor­er­kran­kun­gen oder andere Kom­pli­ka­tio­nen pro­blem­los und schnell abheilen, weswegen man nicht immer sofort zum Anti­bio­ti­kum greifen muss.

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