Schwan­ger­schafts­test — das solltest du vorher wissen

Schwangerschaftstest

Ein Schwan­ger­schafts­test ist mit das sicherste Mittel, um die viel­leicht schon bemerk­ba­ren Schwan­ger­schafts­an­zei­chen zu bestä­ti­gen. Doch welcher Schwan­ger­schafts­test ist der zuver­läs­sigste und ab wann sollte man überhaupt einen machen? Und gibt es falsch positive oder falsch negative Ergeb­nisse?

Anzeige

Welcher Schwan­ger­schafts­test ist der Beste?

Wer vermutet schwanger zu sein, wird früher oder später einen Schwan­ger­schafts­test nutzen. Diesen kann man online bestellen, in der Apotheke oder einer Drogerie kaufen. Die Auswahl ist schier unendlich. Dabei unter­schei­den wir meist zwischen zwei ver­schie­de­nen Arten:

  • Strei­fen­test und
  • digitaler Schwan­ger­schafts­test.

Der Strei­fen­test

Der Strei­fen­test zeigt durch Streifen an, ob er ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert und ob du schwanger bist oder nicht. Das positive Ergebnis lässt sich meist durch eine zweite Linie ablesen. Doch nicht immer ist diese Linie eindeutig zu erkennen, was dann schnell zu Rät­sel­ra­ten führt.

Ver­dunstungs­li­nie

Denn anstelle der Linie, die angezeigt werden sollte, dass du schwanger bist, kann es auch eine Ver­dunstungs­li­nie geben. Diese taucht nor­ma­ler­weise dann auf, wenn der Urin ver­duns­tet ist. Du kannst sie daran erkennen, dass sie wesent­lich schmaler und schwächer ist, als sie nor­ma­ler­weise bei einem positiven Ergebnis wäre. Doch hierzu gibt es unter­schied­li­che Meinungen.

Schwach positiv

Außerdem kann es natürlich passieren, dass das Hcg in deinem Körper noch nicht stark genug und der Schwan­ger­schafts­test deswegen nur schwach positiv ist. Gerade zu Beginn der Schwan­ger­schaft, wenn ihn zu einem sehr frühen Zeitpunkt machst, kann es sein, dass nur eine schwache Linie auf dem Schwan­ger­schafts­test zu sehen ist. Nor­ma­ler­weise kannst du davon ausgehen, dass der Test dann positiv ist, wenn es keine Ver­dunstungs­li­nie ist.

Digitaler Schwan­ger­schafts­test mit Wochen­be­stim­mung

Die Alter­na­tive zum Strei­fen­test ist ein digitaler Schwan­ger­schafts­test mit Wochen­be­stim­mung. Die Vor­ge­hens­weise ist die Gleiche, wie beim Strei­fen­test, aber du musst nicht Rät­sel­ra­ten. Der digitale Test zeigt dir auf einem Display an, ob du schwanger bist und wenn ja, wie weit.

Ein­deu­ti­ger geht es wohl kaum. Es empfiehlt sich auch einen digitalen Test zu machen, wenn bei­spiels­weise der Strei­fen­test nur schwach positiv angezeigt hat.

Das einzige Manko bei den digitalen Tests ist, dass diese im Ver­hält­nis ziemlich teuer sind.

Schwangerschaftstest positiv, digitaler Schwangerschaftstest

Kosten

Die Preise sind sehr unter­schied­lich und lassen nicht immer zwangs­läu­fig auf die Qualität des Tests schließen. Außerdem hat es auch einen Einfluss auf den Preis des Schwan­ger­schafts­tests, wo du diesen kaufst. Im Internet sind sie oftmals günstiger, doch aufpassen, mit den Ver­sand­kos­ten kann es passieren, dass er letzt­end­lich teurer ist, als in der Apotheke oder der Drogerie.

Am teuersten sind im Schnitt die digitalen Tests, die 7,00 — 8,00 Euro kosten. Ein normaler Strei­fen­test ist hingegen schon ab 2,00 Euro zu bekommen.

Ab wann Schwan­ger­schafts­test machen?

Am zuver­läs­sigs­ten zeigen Schwan­ger­schafts­tests zwischen der 5. und 10. Schwan­ger­schafts­wo­che an. Da der Test das Vor­han­den­sein des Schwan­ger­schafts­hor­mons Hcg im Körper misst, welches sich jeden Tag ver­dop­pelt, bringt ein späterer Test ein siche­re­res Ergebnis. Deswegen ist es emp­feh­lens­wert min­des­tens bis zum Aus­blei­ben der Periode zu warten.

Ich weiß, es ist nicht einfach sich so lange zu gedulden, aber wenn wir ein nicht ein­deu­ti­ges Test­ergeb­nis vor uns haben, dann macht es das ja auch nicht besser. Solltest du eine nur schwache Linie auf dem Schwan­ger­schafts­test haben, dann empfiehlt es sich auch hier zwei Tage zu warten, bevor du einen weiteren Test machst. Denn dieser sollte dann schon ein­deu­ti­ger ausfallen, wenn du wirklich schwanger bist.

Schwan­ger­schafts­früh­test ab wann?

Neben dem normalen Schwan­ger­schafts­test gibt es soge­nann­ten Frühtests. Diese messen im Vergleich zu den Klas­si­schen bereits kleinste Mengen Hcg, welche beim Stan­dard­test aufgrund der geringen Kon­zen­tra­tion nicht angezeigt werden würde.

Auf jedem Schwan­ger­schafts­test ist die Kon­zen­tra­tion in mlU/ml angegeben. Dem­entspre­chend ist ein Test mit der Emp­find­lich­keit 25mlU/ml negativ, wenn der Hcg-Wert im Urin erst 15 mlU/ml beträgt. Schwan­ger­schafts­früh­tests liegen bei ihrer Emp­find­lich­keit oft um die 10 mlU/ml.

Doch Vorsicht, gerade bei den Schwan­ger­schafts­früh­tests, welche man bereits 4 Tage vor Aus­blei­ben der Periode durch­füh­ren kann. Ist das Test­ergeb­nis positiv, dann kannst du davon ausgehen, dass du schwanger bist, wenn du nicht noch Rück­stände einer Medi­ka­tion im Urin hast. Doch die Feh­ler­quote bei diesen Schwan­ger­schafts­früh­tests ist hoch, weshalb es sich lohnt, bis zum Aus­blei­ben der Periode zu warten, auch wenn’s schwer fällt.

Wie sicher ist das Ergebnis?

Neben der meist sowieso schon ange­spann­ten Situation sind falsche oder unklare Test­ergeb­nisse das Letzte, was man brauchen kann. Deshalb stellt sich unwei­ger­lich die Frage, wie sicher ist ein Schwan­ger­schafts­test überhaupt?

Schwangerschaftstest

Anwendung

Damit das Ergebnis möglichst sicher ist, ist die richtige Anwendung natürlich das A und O. Jeder Test hat einen Bei­pack­zet­tel. Diesen solltest du dir genau­es­tens durch­le­sen. Dort ist auch angegeben, wie lange du das Stäbchen in den Urin halten sollst und wie lange du warten musst, bis du das Ergebnis ablesen kannst. Grund­sätz­lich bleibt zu sagen, dass bei richtiger Anwendung das Ergebnis durchaus sehr sicher ist.

Positiver Schwan­ger­schafts­test

Herz­li­chen Glück­wunsch, du hältst einen positiven Schwan­ger­schafts­test in den Händen. Bei einem Kin­der­wunsch ist das wohl mit einer der glück­lichs­ten Momente im Leben.  Und auch wenn du dir kein Kind wünscht und die Situation nicht gerade die Beste ist, solltest du jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Jetzt heißt es erst mal abwarten und einen Termin beim Frau­en­arzt ausmachen.

Wann zum Arzt?

Nach dem positiven Schwan­ger­schafts­test stellst du dir sicher die Frage, wann du zum Arzt gehen solltest? Der Frau­en­arzt­ter­min sollte frü­hes­tens zwei Wochen nach dem positiven Test­ergeb­nis angesetzt werden. Warum erst so spät? Das hat einen einfachen Grund. Der Arzt kann vorher im Ultra­schall nichts erkennen.

Zwei Wochen nach Aus­blei­ben der Periode bist du ungefähr in der sechsten bis siebten Schwan­ger­schafts­wo­che und dann kann auch der Frau­en­arzt beim Ultra­schall sehen, ob sich alles ord­nungs­ge­mäß ein­ge­nis­tet hat.

Schwanger trotz negativem Test?

Auch wenn Schwan­ger­schafts­tests sehr sicher sind, so kann es trotzdem sein, dass man schwanger trotz negativem Test ist. Gründe dafür sind sehr viel­fäl­tig:

  • Du hast zu früh getestet und noch nicht genug Hcg im Blut, weshalb der Test es noch nicht erfassen kann.
  • Wenn bei der Schwan­ger­schaft etwas nicht in Ordnung ist, kann es trotz Schwan­ger­schaft zu einem negativen Ergebnis kommen.
  • Falsche Anwendung.

Der häufigste Grund für einen negativen Schwan­ger­schafts­test, der eigent­lich positiv sein müsste, ist das zu früh getestet wird. Deswegen empfiehlt es sich, wenn du die Vermutung hast schwanger zu sein, den Test ein paar Tage später noch mal zu wie­der­ho­len. Ist auch dieser weiterhin negativ, dann kannst du davon ausgehen, nicht schwanger zu sein.

Doch ein genaues Ergebnis kann nur das Einsetzen der Periode oder der Gang zum Frau­en­arzt geben. So wie ein Schwan­ger­schafts­test falsch negativ sein kann, gibt es auch die umge­kehrte Variante.

Schwan­ger­schafts­test falsch positiv

Du hältst einen positiven Schwan­ger­schafts­test in der Hand und fragst dich, ob er falsch positiv sein kann? Ja, auch das ist möglich, wenn auch eher selten. Auch hier gibt es unter­schied­lichste Gründe für ein falsches Test­ergeb­nis:

  • Medi­ka­men­ten­ein­nahme, durch die das Test­ergeb­nis falsch positiv ausfällt.
  • Auch nach einem positiven Schwan­ger­schafts­test kann es immer noch sein, dass du einen Frühabort erleidest.
  • Eine Erkran­kung sorgt für einen falsch positiven Schwan­ger­schafts­test.

Auch hier empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen Frau­en­arzt auf­zu­su­chen. Nur dieser kann dir genau sagen, ob du schwanger bist oder nicht.

Emp­feh­lung

Die Hib­bel­zeit ist für viele Frauen das Schlimmste. Du willst am liebsten sofort wissen, ob du schwanger bist oder nicht. Deswegen kann ich das Greifen zu einem Schwan­ger­schafts­früh­test richtig nach­voll­zie­hen. Doch ich empfehle dir bis zum Aus­blei­ben deiner Periode zu warten und dann am besten mit einem digitalen Schwan­ger­schafts­test zu testen. So bleibt ein Rät­sel­ra­ten aus und du erhältst ein ziemlich zuver­läs­si­ges Ergebnis. Und es schont noch dazu deine Nerven.

Anzeige

Hat Dir der Beitrag gefallen?

1 Stern1 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Sterne, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.

Wenn du den Beitrag bewertest, wird Deine IP-Adresse zum Schutz vor Mehrfachbewertung in unserer Datenbank gespeichert. Beachte hierzu die Hinweise in der Datenschutzerklärung

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.