Was tun bei Son­nen­brand? Verlauf, Symptome und Haus­mit­tel

Sonnenbrand Verlauf Symptome Hausmittel

Gerade jetzt im Sommer steigt die Gefahr für Son­nen­brand wieder exor­bi­tant an. Wir sind draußen unterwegs, genießen die warmen Tem­pe­ra­tu­ren und schützen uns gar nicht oder nur unzu­rei­chend vor der Sonne. Gerade beim Baden vergisst man oft, sich noch mal ein­zu­cre­men und riskiert so böse Ver­bren­nun­gen. In diesem Ratgeber möchten wir den Verlauf und die Symptome von Son­nen­brand aufzeigen. Wer sich nun fragt: „Was tun bei Son­nen­brand?“, der findet in unserem Beitrag viele tolle Hilfs- und Haus­mit­tel, die gegen die schmer­zende und gerötete Haut helfen.

Son­nen­brand Verlauf, Symptome, Stufen/Grade

Bei Son­nen­brand entzündet sich die Haut, weil sie zu lange ultra­vio­let­ter Strahlung aus­ge­setzt war, sodass sie sich nicht mehr aus­rei­chend dagegen schützen konnte. Die Folge davon hat wohl jeder von uns schon mal erlebt. Die Haut rötet sich, wird heiß und ist schmerz­haft.

Das hält an bzw. wird mit der Zeit immer schlimmer, je nachdem, wie lang die Haut den Strahlen noch aus­ge­setzt ist. Grund­sätz­lich unter­schei­den wir beim Verlauf von Son­nen­brand drei unter­schied­li­che Stufen.


1. Stufe/Grad – leichter Son­nen­brand
Die Haut ist gerötet und auch schmerz­haft. Wenn man mit dem Finger drauf drückt, sieht man weiße Abdrücke.

2. Stufe/GradSon­nen­brand mit Blasen
Starke Rötungen und Ver­bren­nun­gen mit schmerz­haf­ten Blasen. Die Blasen dürfen auf keinen Fall auf­ge­sto­chen werden. Bei starken Schmerzen unbedingt einen Arzt aufsuchen.

3. Stufe/Grad – Haut ist zerstört
Zer­stö­rung der Haut, die sich groß­flä­chig ablöst.
Dieses Stadium MUSS von einem Arzt behandelt werden! Sofort in die nächste Not­auf­nahme.


Symptome

Es gibt ein paar weitere Symptome bei Son­nen­brand, die über die schmer­zende und gerötete Haut hin­aus­ge­hen, aber ebenso cha­rak­te­ris­tisch dafür sind und auch nicht allzu selten vorkommen:

  • Frieren
    Gerade wenn du bei Son­nen­brand frieren solltest, ist das ein Zeichen, dass es sich nicht mehr nur um eine leichte Ver­bren­nung handelt.
  • Haut juckt
    Wer sich schon ein Mal auf ver­brann­ter Haut gekratzt hat, wird das sicher­lich wie ich kaum wie­der­ho­len wollen, es tut nämlich höllisch weh. Deswegen, auch wenn bei Son­nen­brand die Haut juckt, auf keinen Fall kratzen, höchstens mit den Hand­flä­chen leicht reiben.
  • Berührung schmerzt
    Jedes noch so leichte Tuch, welches mit der ver­brann­ten Stelle in Kontakt kommt, sorgt fast dafür, dass man an die Decke geht. Besonders bei starkem Son­nen­brand schmerzt jede Berührung.
  • Haut pellt sich
    Gerade bei stärkerem Son­nen­brand pellt sich oftmals die Haut. Dies passiert dann, wenn die Ver­bren­nung abheilt.
Sonnenbrand Symptome, Haut pellt sich

Wichtig! Die Son­nen­brand Symptome ver­stär­ken sich auch noch für die nächsten Stunden, obwohl man schon aus der Sonne ist. Also auch wenn die Haut am Anfang nur leicht gerötet scheint, kann ihr Zustand in den folgenden Stunden noch merklich schlech­ter werden.

Übelkeit, Fieber, Kreis­lauf­pro­bleme und Erbrechen sind keine üblichen Symptome bei Son­nen­brand und sollten von einem Arzt unter­sucht werden.

Wie lange dauert ein Son­nen­brand?

Die Dauer des Son­nen­bran­des lässt sich nicht pauschal benennen, da es vom Grad der Ver­bren­nung abhängt und von Mensch zu Mensch ver­schie­den ist. Auch wenn die ver­brann­ten Haut­par­tien nicht mehr schmerz­haft sind, so kann es trotzdem sein, dass die Ver­bren­nung noch nicht gänzlich verheilt ist.

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Wer sich schon öfter gefragt hat: „Wie lange dauert ein Son­nen­brand?“, der findet hier ein paar grobe Richt­werte, da es wie bereits erwähnt sehr indi­vi­du­ell ist:

Stufe 1 Son­nen­brand: Dauer für Heilung etwa 3-5 Tage
Stufe 2 Son­nen­brand: Dauer je nach Behand­lung etwa ein bis zwei Wochen
Stufe 3 Son­nen­brand: Behand­lung im Kran­ken­haus, Hei­lungs­dauer bis zu vier Wochen

Hautkrebs-Risiko erhöht?

Bevor ich dir zeige, was du gegen deinen Son­nen­brand tun kannst, möchte ich noch auf ein wichtiges Thema eingehen, das in diesem Zusam­men­hang auf jeden Fall erwähnt werden muss.

Der Zusam­men­hang zwischen Son­nen­brand und Hautkrebs.

Natürlich ist ein einzelner Son­nen­brand alleine nicht für eine Erkran­kung an Hautkrebs ver­ant­wort­lich.

Aller­dings sind wie­der­holte Ver­bren­nun­gen der Haut durch UV-Strahlung durchaus für die Erhöhung des Risikos, an Hautkrebs zu erkranken, ver­ant­wort­lich. Aller­dings sei in diesem Zusam­men­hang erwähnt, dass das tägliche und stun­den­lange Aufhalten in der Sonne im Alter ebenfalls zu dieser Erkran­kung führen kann, auch ohne Son­nen­brand und trotz Son­nen­schutz.

Was hilft bei geröteter und ver­brann­ter Haut?

Wenn es dich nun doch getroffen hat und deine Haut verbrannt ist, dann heißt es natürlich erstmal raus aus der Sonne! Aber das erklärt sich sicher­lich von selbst. Als nächstes gilt:

„Je schneller du den Son­nen­brand behandeln kannst, umso besser.“

Also lass nicht viel Zeit ver­strei­chen, denn mit jeder Stunde die die Ver­bren­nung unbe­han­delt bleibt, wird sie schlimmer.

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Ob du bei der Behand­lung deines Son­nen­bran­des auf Hilfs­mit­tel aus der Apotheke oder Haus­mit­tel zurück­grei­fen willst, bleibt ganz dir über­las­sen. Ich führe beide Mög­lich­kei­ten auf, um den Son­nen­brand zu behandeln.

Haus­mit­tel gegen Son­nen­brand

Hier möchte ich dir nun ein paar bewährte Haus­mit­tel zeigen, die du bei Son­nen­brand aus­pro­bie­ren kannst:

  • Betrof­fene Haut­stel­len kühlen
    Als erstes Not­fall­mit­tel kannst du die Haut entweder mit Wasser oder feuchten Tüchern kühlen. Dabei auf keinen Fall eiskaltes Wasser verwenden, sondern es sollte zwischen 15 und 20 Grad haben.
    Wer gerade keine andere Mög­lich­keit hat, kann bei Son­nen­brand am Ober­kör­per auch das T-Shirt nass machen und wieder anziehen (wenn es nicht zu sehr schmerzt). 
  • Quark & Joghurt
    Man liest immer wieder von Quark als All­heil­mit­tel gegen Son­nen­brand. Hier ist es jedoch lediglich die kühlende und feuch­tig­keits­spen­dende Wirkung, die der ver­brann­ten Haut gut tut.
    Ob die Milch­pro­dukte hei­len­dende Eigen­schaf­ten haben, ist umstrit­ten.
  • Aloe Vera
    Die Heil­pflanze Aloe Vera ist ein kleiner Alles­kön­ner und so ist sie auch bei ver­brann­ter und geröteter Haut ein tolles Haus­mit­tel. Gerade bei Son­nen­brand im Gesicht, einfach etwas von dem Gel der Pflanze auf der Haut verteilen und einwirken lassen. Dies kann mehrmals wie­der­holt werden.
    Hast du keine Aloe Vera zuhause, dann nutze einfach ein möglichst natür­li­ches Gel.
    Kalter Kamil­len­tee
  • Die ent­zün­dungs­hem­mende Wirkung der Kamille ist auch bei Son­nen­brand ein hilf­rei­cher Tipp. Einfach einen starken Tee kochen, abkühlen lassen und anschlie­ßend auf die Haut geben.
    Wenn der Tee nur noch um die 15 Grad hat, ist er gleich­zei­tig kühlend.

Der Wich­tigste, aber am ein­fachs­ten umzu­set­zende Tipp ist: Viel trinken! Das tut der Haut gut und unter­stützt sie bei der Rege­ne­ra­tion.

Hinweis: Die Haus­mit­tel gegen Son­nen­brand nur bei Ver­bren­nun­gen 1. Grades anwenden. Alles was darüber hinaus geht, sollte von einem Arzt behandelt werden!

Weitere Tipps gegen Son­nen­brand

Natürlich gibt es nicht nur natür­li­che Mittel gegen Son­nen­brand. Auch die Apotheke oder Drogerie um die Ecke hat ein paar gute Produkte, die ebenfalls hilfreich sind.

  • Creme gegen Son­nen­brand
    Es gibt nahezu unzählig viele Cremes gegen Son­nen­brand. Im Idealfall kannst du ein leichtes Gel mit Aloe Vera verwenden. Vor­sich­tig sein solltest du, wenn du offene Wunden hast. Da vorher unbedingt den Bei­pack­zet­tel des zu ver­wen­den­den Produkts lesen.
    Verwende nach Mög­lich­keit keine fettige Creme, denn diese verstopft die Poren.
  • Panthenol
    Dieses Mittel kennen wir nor­ma­ler­weise aus Wund- und Heil­sal­ben. Aber auch bei Son­nen­brand ist es hilfreich und lässt sich am ein­fachs­ten in Form eines Sprays auftragen. Auch hier sollte kein dickes, fett­hal­ti­ges Produkt benutzt werden.
    Dex­pan­the­nol unter­stützt die Zell­neu­bil­dung und ist damit besonders hilfreich.
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    Anzeige/Änderungen vor­be­hal­ten

Das waren meine Tipps gegen Son­nen­brand. Auf scharfe Mittel wie Essig, Zitro­nen­säure o. Ä. solltest du bei der Behand­lung von betrof­fe­nen Haut­stel­len ver­zich­ten. Das reizt nur zusätz­lich.

Mit Son­nen­brand in die Sonne

Manch einer kennt das, man war zu lange der schäd­li­chen UV-Strahlung aus­ge­setzt, die Haut ist rot, aber man ist noch zu einer Ver­an­stal­tung im Freien ein­ge­la­den und muss dem­entspre­chend mit Son­nen­brand in die Sonne. Da hilft es nur die ent­spre­chen­den Haut­stel­len mit Kleidung zu bedecken und darunter auf jeden Fall eine starke Son­nen­schutz­creme zu tragen.

Achte immer auf einen aus­rei­chen­den Son­nen­schutz!


Quel­len­an­ga­ben: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/haut-sieben-mythen-ueber-den-sonnenschutz-1.1387152-3

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