perfekte Beziehung

Das Geheimnis der perfekten Beziehung und ihre Phasen

Die meisten von uns sind auf der Suche nach dem Partner fürs Leben. Doch die Schei­dungs­rate zeigt, dass das nicht immer gelingt. Deswegen stellt sich unwei­ger­lich die Frage: Was ist das Geheimnis der perfekten Beziehung und was ist in einer Part­ner­schaft wichtig? Ich möchte dir hier meine ganz per­sön­li­che Sicht auf eine glück­li­che, lang­fris­tige Ehe zeigen. Außerdem erkläre ich dir die unter­schied­li­chen Phasen einer Beziehung.

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Die perfekte Beziehung – was ist das Geheimnis?

Wessen Herz erweicht es nicht, wenn man ein altes Pärchen sieht, welches Händchen haltend durch die Gassen schlen­dert? Genau das wünschen sich wohl die meisten von uns für sich selbst. Einen Partner, den man von tiefstem Herzen liebt, aber von dem man genauso geliebt wird. Einen Menschen, auf den man sich verlassen kann, der hinter einem steht und einem den Rücken stärkt.

Wie alles im Leben bekommt man auch das nicht geschenkt, sondern man muss lange, hart und dauerhaft dran arbeiten. Doch was ist eigent­lich wichtig in einer Part­ner­schaft?

Was ist in einer Part­ner­schaft wichtig?

Diese Frage lässt sich all­ge­mein­gül­tig kaum beant­wor­ten, denn jeder hat andere Prio­ri­tä­ten und dem­entspre­chend sind andere Dinge wichtig. Aber trotzdem möchte ich dir gerne einen kleinen Einblick geben, was mir per­sön­lich in einer Part­ner­schaft wichtig und meiner Meinung nach auch das Geheimnis einer guten Beziehung oder Ehe ist:

  1. Sicher­heit und Vertrauen
    In meinen Augen mit das Wich­tigste in einer Part­ner­schaft ist gegen­sei­ti­ges, blindes Vertrauen und das Gefühl von Sicher­heit. Ich muss mich auf meinen Partner verlassen können und mich sicher fühlen. Wenn ich ständig Angst haben muss, dass er mich betrügen könnte oder er schlicht und ergreifen nicht für mich da ist, dann wäre das wie Gift. Deswegen arbeite unbedingt an einem ver­trau­ens­vol­len Mit­ein­an­der, denn das ist schon die halbe Miete.
  2. Beste Freunde sein
    So seltsam das klingt, aber das Geheimnis für eine gute Beziehung liegt in meinen Augen in einer guten Freund­schaft, und zwar nicht mit jemand anders, sondern mit seinem Liebsten. Ich kann meinem Mann alles erzählen, mit ihm Spaß haben, ihn necken, aber auch ernste Gespräche führen. Er ist für mich Partner und bester Freund in Einem, was das Zusam­men­le­ben unheim­lich berei­chert.
  3. Kom­mu­ni­ka­tion
    Ein weiterer wichtiger Punkt in einer Beziehung ist die Kom­mu­ni­ka­tion. Man muss einfach mit­ein­an­der reden, und zwar über alles. Nichts ist schlimmer, als etwas in sich hin­ein­zu­fres­sen und auf Dauer mit sich rum­zu­schlep­pen oder seine eigenen Wünsche nicht mit dem Partner bespre­chen zu können. Wenn dich etwas stört, dann sag es, sprecht gemeinsam über Probleme und arbeitet an Lösungen.
  4. Gemein­same Richtung
    Nahezu nichts ist so ein Bezie­hungs­kil­ler wie die unter­schied­li­chen Rich­tun­gen, in die man sich ent­wi­ckeln kann. Denn wenn die Vor­stel­lun­gen vom Leben, die Wünsche und Träume nicht mehr kom­pa­ti­bel sind, dann wird es schwierig. Deswegen achtet darauf, was ihr euch für die Zukunft wünscht und ent­wi­ckelt gemein­same Ziele und Pläne. Denn auch das schweißt zusammen.
  5. Freiraum
    Auch wenn das erst mal seltsam klingt, schließ­lich geht es ja um das Gemein­same in einer Part­ner­schaft, aber die eigene Freiheit ist min­des­tens genauso wichtig. Jeder Mensch braucht Raum, um sich per­sön­lich ent­wi­ckeln und auch ausleben zu können. Wird dieser per­sön­li­che Raum ein­ge­schränkt oder gar komplett ver­nich­tet, so fühlt man sich schnell ein­ge­sperrt und bedrängt, was zwangs­läu­fig dazu führen wird, dass man flüchtet. Deswegen lasst eurem Partner unbedingt genug Freiraum, aber fordere ihn auch für dich selber. Das kommt letzt­end­lich dann nicht nur dir, sondern auch deiner Beziehung zugute.
  6. Ehr­lich­keit
    Ich per­sön­lich erwarte von meinem Partner, dass er ehrlich zu mir ist, egal ob es angenehm oder unan­ge­nehm ist. Spielchen sind früher oder später der Tod jeder Beziehung. Deswegen sei ehrlich, spiel nicht und verstell dich nicht.
  7. Humor
    Last but not least ist ein wichtiger Punkt für mich der Humor. Wenn man denselben hat und über die gleichen Dinge lachen kann, dann verbindet auch das. Deswegen nehmt euch und euren Partner nicht zu ernst, lacht gemeinsam und sorgt für Sonne in eurer Part­ner­schaft.
  8. Verzeihen
    Nicht immer läuft alles geradeaus und wir machen den ein oder anderen Fehler. Das Geheimnis für eine perfekte Beziehung ist auch nicht immer sofort die Flinte ins Korn zu werfen, sondern auch mal zu verzeihen, sich wieder zu vertragen und sich zu fragen, ob das alles wirklich so schlimm war, dass es nur einen Weg gibt.

Neben dem, was in einer Part­ner­schaft wichtig ist, gibt es natürlich auch noch die ver­schie­de­nen Phasen einer Beziehung. Jede für sich ist eine Her­aus­for­de­rung, doch lies selbst.

Phasen einer Beziehung

Man kann eine Beziehung in unter­schied­li­che Phasen einteilen. Es ist nicht genau fest­ge­legt, wie lange die Einzelnen dauern, aber die Ent­wick­lung ist eigent­lich immer dieselbe. Beim Durch­le­sen wirst du sicher­lich merken, in welcher du dich aktuell befindest.

Die Phasen einer Beziehung sind:

Die Ver­liebt­heits­phase
Die erste Phase ist die Ver­liebt­heits­phase. Diese haben wir wohl alle schon ein Mal erreicht. Es kribbelt im Bauch, die Knie werden weich und man kann die Finger nicht von­ein­an­der lassen. Das ist sicher­lich die auf­re­gendste Zeit in einer Beziehung.
Die Ver­liebt­heits­phase ist für die spätere Beziehung wichtig, denn hier wächst man zusammen und schafft eine Basis für all das, was noch kommt.
Diese rosarote Brille ver­schwin­det meist nach 3 – 18 Monaten, was immer wieder auch das Ende für die Beziehung bedeutet. Denn viele ver­wech­seln das Ver­schwin­den der Schmet­ter­linge mit dem nicht Vor­han­den­sein von Liebe und Gefühlen. Das die wahre Liebe jedoch erst viel später kommt und sich mit der Zeit ent­wi­ckeln muss, wird dabei leider oft vergessen.
Die rosarote Brille verblasst
Die zweite Phase ist die, in welcher die rosarote Brille verblasst. Während man in der Ver­liebt­heits­phase noch alles als perfekt beschrei­ben würde und keine Fehler am anderen entdeckt, so ändert sich das nun. Es fallen die ersten Dinge auf, die uns an unserem Partner stören. Die Gemein­sam­kei­ten treten in den Hin­ter­grund und die Unter­schiede sind es, die uns in dieser Phase der Beziehung besonders ins Auge stechen.
Leider ist das nun auch die Phase, in welcher sich viele Paare trennen. Das ist grund­sätz­lich schade, denn Liebe muss wachsen und hat dann nichts mehr mit dem krib­beln­den Gefühl am Anfang zu tun. Erst nach drei bis vier Jahren kann man wirklich fest­stel­len, ob die Beziehung bestand hat oder man sich besser trennen sollte.
Kampf­phase
Die dritte Phase ist die soge­nannte Kampf­phase, denn hier werden Gegen­sätze bekämpft. Wer dachte, dass man mit der zweiten Bezie­hungs­phase schon das Schlimmste hinter sich hätte, der wird eines besseren belehrt. Denn auch in der dritten Phase wird es noch mal turbulent. Oft wird überlegt, ob man sich nicht doch besser trennen sollte und keiner will klein beigeben. Es folgen Macht- und Revier­kämpfe und jeder möchte das letzte Wort haben.
In dieser Phase denken ver­mut­lich die meisten, dass sie die falsche Wahl getroffen haben und man mit dem Partner einfach nicht har­mo­niert. Doch Halt, die große Belohnung kommt nach dieser sehr wichtigen Bezie­hungs­phase.
Denn wir lernen den anderen mit seinen Stärken und Schwächen zu akzep­tie­ren und auch zu lieben.
Ich, Du, Wir
In der vierten Phase geht es um das Ich, Du und Wir. Die Phase der Macht­kämpfe ist vorbei und man weiß nun, was man am anderen hat und kann sich auf die per­sön­li­che, aber auch gemein­same Ent­wick­lung als Paar kon­zen­trie­ren. Wenn es vorher nur noch ein Wir gegeben hat, so ent­wi­ckelt sich in dieser Phase auch das Ich und Du wieder. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass man sich nicht zu weit von­ein­an­der entfernt, sondern in die gleiche Richtung schaut.
Die Her­aus­for­de­rung hier ist es ein Gleich­ge­wicht zwischen dem Ich, Du und Wir zu hin zu bekommen. Eine wichtige Ent­wick­lungs­phase, in der man sich wieder annähert und völlig neue Seite an seinem Gegenüber entdeckt.
Vertraute Bezie­hungs­phase
Die fünfte Phase ist dann die vertraute Bezie­hungs­phase, die zugleich die Schönste ist. Denn alle Kämpfe sind gekämpft und man ist gemeinsam bereits durch Höhen und Tiefen gegangen. Man hat sich gestrit­ten und vertragen, man hat gemein­same Erleb­nisse, auf die man zurück­bli­cken kann und jeder kann so sein, wie er nun mal ist.
Leider erreichen immer weniger Paare diese in meinen Augen schönste Bezie­hungs­phase. Natürlich ist es nicht mehr wirklich aufregend und man hat auch keine Schmet­ter­linge mehr im Bauch. Dafür aller­dings eine tiefe Ver­bun­den­heit, ein Gefühl von Sicher­heit und Ver­traut­heit, was viel mehr wert ist, als das auf­re­gende der Bezie­hungs­phase.


Nichts ist schöner, als gemeinsam mit einem Menschen an seiner Seite durch Höhen und Tiefen zu gehen, zu vertrauen und einfach Eins zu sein, doch dafür muss man etwas tun. Denn das aller­größte Geheimnis der perfekten Beziehung ist es, dass es keine perfekte Beziehung gibt. Überall wird mal gestrit­ten und in jeder Part­ner­schaft gibt es gute und schlechte Zeiten.

Phasen einer Beziehung

Ist meine Ehe perfekt?

Nun könnte man sich fragen, wie es eigent­lich um meinen Bezie­hungs­sta­tus bestellt ist, wenn ich solche Tipps gebe? Ich bin seit acht Jahren ver­hei­ra­tet und mit meinem Mann seit neun Jahren zusammen. Es ist meine bisher längste Beziehung, in der ich viel gelernt habe und auch immer noch lerne. Mein Mann ist für mich Partner und bester Freund zugleich. Wir haben keine Geheim­nisse vor­ein­an­der, können zusammen lachen, aber auch ernst sein. Natürlich streiten wir auch mal, aber das gehört genauso dazu, wie die anschlie­ßende Ver­söh­nung.

Für mich ist meine Ehe perfekt, weil wir har­mo­nie­ren und uns immer auf­ein­an­der verlassen können. Außerdem ertragen wir uns auch 24/7, was sicher etwas Beson­de­res ist.

Auch ich kann mit meinen Tipps für eine perfekte Beziehung keine Garantie geben, dass es auch bei dir so funk­tio­niert. Aber viel­leicht hilft es dir deine eigene Part­ner­schaft aus einem anderen Blick­win­kel zu betrach­ten oder even­tu­elle Hürden zu erkennen und zu über­win­den.

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