Make-up Grund­la­gen: Was brauche ich wofür?

Make-up Grundlagen

Gerade für Anfänger sind Begriff­lich­kei­ten wie Concealer, Foun­da­tion und Primer durchaus ver­wir­rend. Was verwende ich wann und vor allen Dingen wofür und welchen Effekt kann ich damit erzielen? Genau das möchte ich dir hier in meinen Make-up Grund­la­gen erklären. Gerade wenn du dich immer wieder fragst: „Was brauche ich wofür?“, dann findest du hier wertvolle Tipps und Hinweise, die dir sicher­lich wei­ter­hel­fen.

Perfektes Make-up: Was brauche ich?

Je nachdem, ob wir abends ausgehen oder uns für die Arbeit fer­tig­ma­chen, fällt unser Make-up auf­fäl­li­ger oder natür­li­cher aus.

Grund­sätz­lich gilt wie bei vielem anderen: Weniger ist mehr.

Deswegen über­treibe es nicht und taste dich lieber langsam heran. Mehr auftragen geht immer, zu viel auf­ge­tra­ge­nes Produkt wegnehmen aller­dings nicht, ohne dabei die bereits vorher gemachten Schritte wie­der­ho­len zu müssen.

Bevor ich dir die einzelnen Produkte erkläre, möchte ich dir auflisten, was man fürs perfekte und pro­fes­sio­nelle Make-up alles benötigt.

Grundlagen Make-up Augen

Augen schminken
• Base/Primer,
• Foun­da­tion
• Concealer
• Bronzing Puder
• Conturing Puder
• High­ligh­ter
• Rouge
• Puder
• Fixier­spray
• Schwamm/Pinsel

Grundlagen Make-up Lippen

Lippen schminken
• Kon­tu­ren­stift
• Lip­pen­stift
• Lip-Gloss
• Lippen-Primer

Grundlagen Make-up Gesicht

Gesicht schminken
• Base/Primer,
• Foun­da­tion
• Concealer
• Bronzing Puder
• Conturing Puder
• High­ligh­ter
• Rouge
• Puder
• Fixier­spray
• Schwamm/Pinsel

Keine Sorge, du musst jetzt nicht loslaufen und all diese Produkte besorgen. Es wird sowieso eine Zeit lang dauern, bis du deine Lieb­lings­farbe und deinen liebsten Her­stel­ler gefunden hast. Also taste dich einfach vor­sich­tig ran.

Wie schminke ich mich richtig?

Beim Schminken gibt es, wie überall anders auch, letzt­end­lich kein richtig oder falsch. Erlaubt ist was gefällt. Aller­dings wollen wir mit unserem Make-up erreichen, dass die Vorzüge in unserem Gesicht her­vor­ge­ho­ben werden, während Pickel und Uneben­hei­ten ver­schwin­den. Um genau das zu erzielen, sollte man ein paar wichtige Punkte befolgen.

Tipp vom Profi:
„Wenn du pudrige Produkte mit dem Pinsel aufträgst, dann am besten so vorgehen:
Wenig Produkt auf den Pinsel geben. Diesen am Hand­rü­cken oder im Deckel abtupfen und dann noch mal leicht abklopfen, bevor du damit ins Gesicht gehst. So ist sicher­ge­stellt, dass du wirklich nur dünne Schichten aufträgst“.

Für jedes Make-up Produkt, wie Bronzer, High­ligh­ter, Puder usw. gibt es ebenso spezielle Pinsel, die sich aufgrund ihrer Beschaf­fen­heit besser oder schlech­ter für das jeweilige Produkt eignen.

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Make-up Grund­la­gen

Nun möchte ich dir erklären, wofür die oben auf­ge­lis­te­ten Produkte sind. Unter­teilt sind sie in Gesicht, Augen und Lippen. Es geht dabei nicht um spezielle Begriff­lich­keit, sondern einfach um ganz grund­le­gende Dinge, die du nicht nur beim Einkaufen von Make-up Produkten wissen solltest. Ob du alles genau so ver­wen­dest oder dir nur einzelne Dinge raus pickst, bleibt dabei ganz dir über­las­sen.

Make-up um das Gesicht zu schminken

Beim Make-up fürs Gesicht gibt es relativ viele Produkte, die man verwenden kann. Das hängt auch ganz davon ab, für welche Gele­gen­heit wir uns schminken. Bei einem schlich­ten Tages-Make-up wird die Liste der ver­wen­de­ten Produkte sicher kleiner ausfallen, als bei einem auf­fäl­li­gen Make-up für den Abend.

Tages­pflege

Eine Tages­pflege sollte vor keinem Make-up fehlen. Sie ist die perfekte Grundlage für einen eben­mä­ßi­gen Teint. Dabei sollte diese unbedingt auf deinen Hauttyp abge­stimmt sein. Wenn du bereits eine pflegende Gesichts­creme hast, dann kannst du diese einfach wei­ter­ver­wen­den. Es muss keine bestimmte sein, die speziell vor dem Auftrag von Make-up verwendet werden kann.

Make-up Base/Primer

Der Primer wird als Base nach der Tages­pflege und vor der Foun­da­tion auf­ge­tra­gen. Er sorgt für eine gute Grundlage und ver­hin­dert, dass sich die nach­fol­gen­den Produkte in Fältchen o. Ä. absetzen oder bei leichtem Schwitzen sofort ver­schmie­ren. Je nach Hauttyp verwendet man dann eine Base, die entweder Rötungen schon im vorn herein kaschiert oder bei glän­zen­der Haut einen Matt-Effekt erzielt. Hier solltest du darauf achten, dass du ein Produkt ver­wen­dest, dass zu deinem Hauttyp passt und die perfekte Grundlage für die Foun­da­tion bildet.

Tipp: Eine grünliche Base kaschiert Rötungen, eine rosa­far­bene verleiht einen fri­sche­ren Teint.

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Foun­da­tion

Die Foun­da­tion ist die unterste Schicht unseres Make-ups. Sie sorgt für die Abdeckung von Rötungen und einem aus­ge­gli­che­nen und ein­heit­li­chen Hautbild. Es gibt sie in unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen, die je nach Hauttyp dann besser geeignet sind. So ist eine flüssige Foun­da­tion eher etwas für Frauen mit trockener Haut, während eine pudrige Foun­da­tion nur bei fettiger Haut verwendet werden sollte.

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Concealer

Der Concealer ist ein Produkt, welches nur punktuell zum Einsatz kommt. Er ist im Vergleich zur Foun­da­tion wesent­lich stärker pig­men­tiert und eignet sich her­vor­ra­gend, um Schatten um die Augen auf­zu­hel­len, und Rötungen im Gesicht abzu­de­cken. Außerdem kann er eine tolle Base für dein Make-up im Augen­be­reich sein, wenn du keinen spe­zi­el­len Augen-Primer verwenden möchtest.

Bronzer

Der Bronzer ist ein Puder, der einen Gold-Braun-Ton hat und das Gesicht etwas aufwärmt. Auf­ge­tra­gen wird er an den Gesichts­kon­tu­ren, um einer­seits einen frischen und nicht zu blassen Teint zu verleihen. Ande­rer­seits ist er dafür da, um deine Konturen besser zur Geltung zu bringen. So kann ein rundes Gesicht schmaler erschei­nen oder auch eine etwas zu breite Nase graziler wirken. Doch Vorsicht, wenn man mit dem Bronzing Puder zu großzügig umgeht und ihn nicht ver­nünf­tig ver­blen­det, sieht es schnell fleckig und unna­tür­lich aus. Kon­tu­rie­ren sollte man aller­dings eher mit Kontu-Puder, anstatt mit einem Bronzer.

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Kon­tur­pu­der

Um Stellen im Gesicht, die von Natur aus schon ein wenig im Schatten liegen noch zu ver­stär­ken und das Gesicht damit kantiger wirken zu lassen, können wir mit Kon­tur­pu­der arbeiten. Natürlich sollte dieser farblich abge­stimmt sein, damit es nicht fleckig oder dreckig wirkt. Außerdem ist auch hier, weniger mehr. Nor­ma­ler­weise wird er unterhalb deiner Wan­gen­kno­chen und am Gesichts­rand auf­ge­tra­gen.

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High­ligh­ter

Der High­ligh­ter ist das Gegen­stück zum Kon­tur­pu­der. Er sorgt für schim­mernde Stellen im Gesicht. Dabei wird er meist auf den Wan­gen­kno­chen, unter den Augen­brauen und am Lip­pen­herz auf­ge­tra­gen. Auch der Nasen­rü­cken oder die höchste Erhebung am Kinn sind beliebte Stellen, die gehigh­ligh­tet werden. Er sorgt für ein Extra an Frische im Gesicht. Wer es nicht schim­mernd mag, der kann auch zu einem matten High­ligh­ter greifen.

Blush bzw. Rouge

Für rosa Bäckchen und einen allgemein gesunden und fri­schaus­se­hen­den Teint sorgt Rouge, was im Eng­li­schen auch als Blush bezeich­net wird. Doch bei der Anwendung gilt größte Vorsicht, denn bei zu viel Produkt sieht man schnell aus wie ein Clown. Auch hier hast du die Wahl zwischen Creme- und Puder­rouge und die Farbe sollte deiner Hautfarbe angepasst sein.

Puder

Um unseren Concealer zu setten und dem Make-up den nötigen Halt für den Tag zu geben, benötigen wir einen Puder. Dieser sorgt einer­seits dafür, dass alles dort­bleibt, wo es soll, das Gesicht nicht glänzt und eben wirkt.

Aber auch für die Baking-Technik kann es vonnöten sein. Hierfür wird eine ordent­li­che Portion Puder bei­spiels­weise unter den Augen auf­ge­tra­gen, aber nicht ver­blen­det, sondern für 10 – 30 Minuten auf der Haut gelassen. Das Produkt kann so in die Haut einziehen und sorgt damit für eine auf­hel­len­den Effekt.

Fixier­spray

Der letzte Schritt für unser ganzes Make-up ist das Auftragen des Fixier­sprays. Es ist ver­gleich­bar mit dem Top-Coat beim Nagellack und sorgt für eine lange Halt­bar­keit unseres Make-ups.

Schwämm­chen und Pinsel

Für das Auftragen unserer Make-up-Produkte benötigen wir natürlich einen bzw. mehrere Pinsel. Auch ein Schwämm­chen sollte in deinem Köf­fer­chen nicht fehlen, denn damit lassen sich die unter­schied­li­chen Schichten schön ver­blen­den und in die Haut ein­ar­bei­ten.

Tipp vom Profi:
Cake Face: Damit ist ein mas­ken­haf­tes Make-up gemeint oder ver­ein­facht aus­ge­drückt, wenn es zu viel des Guten ist.“
Make-up um Augen­brauen und Augen zu schminken

Auch die Augen können unter­schied­lich stark betont werden, weshalb du für den Alltag sicher weniger der hier genannten Produkte benötigen wirst, als für einen extra­va­gan­ten Auftritt am Abend.

Primer

Der Primer fürs Auge hat letzt­end­lich dieselbe Aufgabe wie der im Gesicht. Er soll einen gleich­mä­ßi­gen Unter­grund für die folgenden Schritte liefern, und gleich­zei­tig dafür sorgen, dass das Augen Make-up dort­bleibt, wo es sein soll und auch am Ende des Tages noch gut aussieht. Auch hier gilt nur wenig Produkt zu verwenden. Wer mag, kann den Primer auch noch abpudern.

Lid­schat­ten

Ein wichtiger Faktor für das Augen-Make-up ist natürlich der Lid­schat­ten. Für das Tages-Make-up wird er eher etwas dezenter und heller ausfallen. Die Aufgabe des Lid­schat­tens ist das Auge farblich, und durch die Ver­wen­dung von helleren und dunkleren Farben, optimal zu umranden und her­vor­zu­he­ben. Emp­feh­lens­wert ist hier eine Lid­schat­ten-Palette, denn da hast du viele ver­schie­dene Farben auf in Mal, die auch gut zusam­men­pas­sen.

Eyeliner

Der perfekte Lidstrich gehört zu den Make-up Grund­la­gen einfach mit dazu. Er umrahmt das Auge und kann, je nachdem wie man ihn einsetzt, für jede Menge Drama sorgen. Genauere und tief­ge­hen­dere Infor­ma­tio­nen findest du in meinem passenden Beitrag. Dort erkläre ich auch, ob man flüssigen, festen oder Gel-Eyeliner bevor­zu­gen sollte.

Kajal

Ob sparsam auf der Was­ser­li­nie ein­ge­setzt oder anstatt des flüssigen Eyeliners, auch der Kajal darf beim Augen-Make-up eigent­lich nicht fehlen. Wichtig ist immer nur, ihn gut zu ver­blen­den, damit er sich nicht verläuft und sich in der Lidfalte o. Ä. absetzt.

Mascara

Für einen bezau­bern­den Augen­auf­schlag braucht es schön geschwun­gene und betonte Wimpern. Wer das Glück hat, selbst mit langen Wim­pern­här­chen gesegnet zu sein, der kann sie ganz einfach mit einer Wim­pernzange biegen und anschlie­ßend mit dem Mascara bzw der Wim­pern­tu­sche betonen. Ich per­sön­lich verwende gerne was­ser­feste Wim­pern­tu­sche, denn nur sie hält meine Härchen mit ihrem Schwung so, wie ich sie haben möchte. Welcher für dich am besten funk­tio­niert, gilt es her­aus­zu­fin­den.
Wim­pernzange benutzen

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Falsche Wimpern

Du möchtest deine Augen gerne besonders kräftig betonen oder stehst einfach auf lange und geschwun­gene Wimpern? Dann kannst du natürlich nach­hel­fen und zu künst­li­chen Wimpern greifen. Diese sind mit etwas Übung in Win­des­eile angeklebt und gehören heut­zu­tage zum guten Make-up schon fast mit dazu. Doch wie alles, ist auch das, Geschmack­sa­che.

Augen­brau­en­bürst­chen

Um die Augen­brauen perfekt in Form zu bringen, ist ein kleines Bürstchen sehr hilfreich. Außerdem kannst du damit eventuell vor­han­dene Puder­reste aus den Brauen bürsten.

Augen­brau­en­stift oder Gel

Die wenigsten von uns haben perfekt geformte und dichte Augen­brauen. Deswegen helfen wir mit einem Augen­brau­en­stift oder Augen­brauen-Gel, welches mit einem Pinsel auf­ge­tra­gen wird, etwas nach. So können kleine Löcher auf­ge­füllt und die Brauen generell etwas voller werden. Achte beim Auftragen unbedingt darauf, dass du nur feine Härchen und nicht dicke Balken ziehst, denn das wirkt schnell unna­tür­lich.

Make-up um Lippen zu schminken

Bei den Lippen ist es Geschmack­sa­che, ob man sie gerne kräftig oder nur leicht betont. Bei einem starken Augen-Make-up empfehle ich die Lippen eher dezent zu halten.

Lippen-Primer

Gerade wer leicht rissige Lippen hat, der sollte vor dem Lip­pen­stift einen Primer auftragen. Er sorgt für ein gleich­mä­ßi­ge­res Hautbild und ver­hin­dert, dass sich die Lip­pen­farbe zu stark in den kleinen Rissen absetzt. Außerdem gibt er der Haut noch mal eine Extra­por­tion an Pflege.

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Lip­pen­stift

Der klas­si­sche Lip­pen­stift kommt in den unter­schied­lichs­ten Farben daher. Beim Aufbau der Lip­pen­farbe kann man übrigens an den Ecken mit dunkleren Farben arbeiten, als in der Mitte der Lippe. Und auch etwas High­ligh­ter über dem Lip­pen­herz hebt die Konturen noch mal vor­teil­haft hervor. Ob du einen flüssigen oder festen Lip­pen­stift bevor­zugst, das liegt ganz bei dir.

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Lip­pen­kon­tu­ren­stift

Da auf­ge­tra­ge­ner Lip­pen­stift gerne ein wenig „aus­ge­franst“ aussieht, empfehle ich die Ver­wen­dung eines Kon­tu­ren­stifts. Dieser rahmt die Lippen ein und sorgt für einen sauberen Rand. Außerdem kannst du, wenn du recht schmale Lippen hast, diese durch ein Übermalen etwas größer wirken lassen, ohne dass es unecht aussieht.

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Lip-Gloss

Wer es gerne schim­mernd mag, der kann am Ende noch etwas Gloss auf die Lippen auftragen. Dieser sorgt für einen anspre­chen­den Wetlook. Eine tolle Ergänzung zum matten Lip­pen­stift.

Müssen es unbedingt teure Marken-Produkte sein?

Bevor du jetzt kopflos in die nächste Drogerie stürzt und dich mit Make-up Produkten eindeckst, stellt sich natürlich die Frage, ob man billige Produkte verwenden kann oder ob es unbedingt teures High-End-Make-up sein muss?

Natürlich kann man sich auch mit den günstigen Marken aus der Drogerie schminken, aller­dings wird man im Vergleich zu High-End-Produkten fest­stel­len, dass sich diese oftmals schlech­ter ver­ar­bei­ten lassen und nicht so lange halten. Solltest du also die finan­zi­elle Mög­lich­keit haben hoch­wer­tige Schmink­pro­dukte zu kaufen, dann würde ich das auch empfehlen. Aber keine Sorge, gerade am Anfang und zum Üben tun es auch die günstigen Varianten.

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