Trennungsschmerz bewältigen, Liebeskummer überwinden

Tren­nungs­schmerz bewäl­ti­gen und Lie­bes­kum­mer über­win­den

Jeder von uns hatte ihn wohl schon mal — Tren­nungs­schmerz. Das Gefühl, das die Welt zusam­men­bricht und ein Gefühls­chaos, das man kaum bewäl­ti­gen kann. Doch wie lässt sich Lie­bes­kum­mer über­win­den?

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Was bedeutet Lie­bes­kum­mer?

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, dann leidet meist min­des­tens ein Teil unter Lie­bes­kum­mer. Doch was bedeutet das eigent­lich? Für die meisten von uns ist es, als würde die Welt unter­ge­hen und dabei ist es ganz egal, wie lang man zusammen war. Ein wichtiger Teil aus unserem Leben hat sich ver­ab­schie­det und wir stehen alleine da, mit all diesen Gefühlen und Schmerzen.

Plötz­li­che Trennung

Besonders schlimm ist es, wenn die Trennung plötzlich und uner­war­tet kommt. Wenn man keinerlei Anzeichen hatte, dass irgendwas in der Beziehung nicht stimmt, ist es besonders schwer, damit umzugehen. Man versteht einfach nicht, was passiert ist und wieso man nichts gemerkt hat. Dem­entspre­chend hatte man auch keine Zeit, sich mit einer even­tu­el­len Trennung aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Lie­bes­kum­mer Symptome

Bei jedem ist es anders, deswegen unter­schei­den sich auch die Lie­bes­kum­mer Symptome. Die Einen reagieren darauf, indem sie sich zurück­zie­hen, traurig sind und die Tränen unauf­hör­lich zu laufen scheinen. Wieder andere versuchen sich möglichst viel abzu­len­ken oder suchen sich schnell einen neuen Partner, um der Ein­sam­keit zu entgehen.

Ein­sam­keit nach Trennung

Neben dem, dass man den geliebten Menschen vermisst, ist es auch die Ein­sam­keit nach der Trennung, was es uns schwer macht. Wir fühlen uns allein in einer großen Welt, wo es scheint, als hätten wir unseren Platz verloren. Der Tren­nungs­schmerz ist über­mäch­tig und gefühlt unüber­wind­bar. Freunde und Familie können gerade beim Gefühl der Ein­sam­keit eine gute Hilfe sein, um sich nicht so allein zu fühlen.

 

Lie­bes­kum­mer Phasen

Lie­bes­kum­mer kann in unter­schied­li­che Phasen ein­ge­teilt werden. Dabei ist es jedoch nicht fest­ge­schrie­ben, dass diese auch bei jedem genau so eintreten.

  1. Vorahnung
    Meistens weiß man schon vorher, dass es dem Ende zugeht. Man hat sich in unter­schied­li­che Rich­tun­gen ent­wi­ckelt, man streitet nur noch oder der Partner ist einfach irgendwie komisch. Auch wenn wir die Anzeichen oft nicht sehen wollen, so sind sie meist ziemlich eindeutig, auch wenn es nur ein Bauch­ge­fühl ist.
  2. Schock
    Wenn die Trennung dann wirklich da ist, erleidet man erst mal einen Schock. Und dabei ist es ganz egal, ob man damit gerechnet hat oder nicht. Eine Ohnmacht überfällt einen und man ist wie erstarrt. Es fällt schwer zu begreifen, was das nun bedeutet und auch das Gefühl jetzt ohne den anderen sein zu müssen ist schreck­lich.
  3. Gefühls­schwan­kun­gen
    Nun folgt eine Phase, in der wir massiven Gefühls­schwan­kun­gen aus­ge­setzt sind. Einer­seits resi­gnie­ren wir und versuchen uns damit abzu­fin­den und ande­rer­seits kommen viel­leicht Gedanken einer Wie­der­ver­ei­ni­gung hoch und wir kämpfen um unsere Beziehung.
  4. Wut
    Wenn alles nichts geholfen hat und unsere Aktionen umsonst waren, dann schlägt der Tren­nungs­schmerz oft in Wut um. Man ent­wi­ckelt einen Hass auf den ehe­ma­li­gen Partner und wünscht ihm oft Schlech­tes. Aller­dings ist diese Lie­bes­kum­mer Phase mit die Wich­tigste, denn danach folgt Akzeptanz, dass es nun wirklich zu Ende ist.
  5. Trennung akzep­tie­ren
    In der letzten Phase haben wir zwar meist immer noch ein wenig Lie­bes­kum­mer, aber der Tren­nungs­schmerz ist nicht mehr so groß. Wir wagen einen Neuanfang und ordnen unser Leben neu. Manchmal geht das auch mit einer örtlichen oder optischen Ver­än­de­rung einher.

Wie lange dauert es, bis man den Tren­nungs­schmerz bewältigt hat?

Wie lange es dauert, bis man den Tren­nungs­schmerz bewältigt hat, lässt sich leider nicht all­ge­mein­gül­tig sagen. Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es länger. Mit ein wenig Glück ist er nach wenigen Wochen vorbei, aber es kann auch Jahre dauern. Der eigene Umgang mit dem Herz­schmerz kann dabei ein ent­schei­den­der Faktor sein. Wenn wir einfach nicht einsehen wollen, dass wir nun ohne den geliebten Menschen wei­ter­ma­chen müssen, kann es sich über Jahre hinziehen.

Trennung ver­ar­bei­ten

Um eine Trennung ver­ar­bei­ten zu können, müssen wir uns damit bewusst aus­ein­an­der­set­zen. Es hilft nichts, alles von sich weg­zu­schie­ben und so zu tun, als wäre nichts gewesen. Denn dann kommt der Tren­nungs­schmerz irgend­wann wieder. Wir müssen alles bewusst ver­ar­bei­ten. Auch wenn das schmerz- und leidvoll ist, so ist es doch der einzige Weg, um sich für einen Neuanfang zu wappnen.

Kon­takt­ab­bruch und Neuanfang

Oft versuchen wir, irgendwie Kontakt zum Ex-Partner zu halten. Aller­dings ist das nicht wirklich emp­feh­lens­wert. Für einen Neuanfang sollten wir das Alte loslassen und dazu gehört auch, sich nicht ständig damit zu kon­fron­tie­ren. Denn letzt­end­lich wird es zu nichts führen, außer das wir uns noch länger quälen. Die wenigsten Bezie­hun­gen, die noch mal auf­ge­wärmt wurden, halten lange. Oftmals ist es noch ein Versuch, bei dem man aber meist merkt, dass es zu nichts führt. Wenn es also keine Hoffnung mehr gibt, dann empfehle ich dir einen Kon­takt­ab­bruch.

Er muss ja nicht für immer sein und viel­leicht kann man, nachdem man die Trennung über­wun­den hat, wieder normal mit­ein­an­der umgehen.

Trost und Hilfe

Am wich­tigs­ten ist in dieser Zeit wohl Trost und ein offenes Ohr. Die Gefühle sind über­mäch­tig und meist gibt es Zeiten, wo es einem besser geht und welche, in denen es schlech­ter ist. Aller­dings gibt es durchaus etwas, was man tun kann, um den Tren­nungs­schmerz zu über­win­den. Was dir hilft, musst du aus­pro­bie­ren. Wenn du die Trennung über­wun­den hast, geht es auch wieder bergauf. Tu das, was dir gut tut, aber das Wich­tigste ist, versuche die Trennung zu akzep­tie­ren und sieh nach vorne. In dem Fall ist das Beste, Hilfe zur Selbst­hilfe.

 

Tipps, um den Lie­bes­kum­mer zu über­win­den

Wichtig ist nun, dass wir unseren Lie­bes­kum­mer über­win­den und wieder auf die Beine kommen. Auch wenn du es dir im Moment nicht vor­stel­len kannst, aber es geht vorbei. Ich weiß, das will man aktuell nicht hören und kann es sich auch nicht vor­stel­len. Mit meinen folgenden Tipps gegen Lie­bes­kum­mer möchte ich dir Mög­lich­kei­ten zeigen, mit dem Tren­nungs­schmerz umzugehen und ihn anzu­neh­men.

Klärendes Gespräch suchen

Nicht Erle­dig­tes bleibt oft viel länger in unseren Köpfen und gerade nach einer Trennung sind oft viele Fragen offen. Deswegen kann es durchaus hilfreich sein, ein klärendes Gespräch mit dem Ex zu suchen. Aller­dings kannst nur du ent­schei­den, ob das für dich sinnvoll und hilfreich wäre. Überlege dir auf jeden Fall vorher, welche Fragen du hast und stelle auch nur solche, mit deren Antworten du auch umgehen kannst. Wenn dir schon von vorn­her­ein klar ist, dass dieses Gespräch nur im Streit enden wird, dann solltest du überlegen, ob es wirklich ziel­füh­rend ist.

Lie­bes­kum­mer-Lieder

Auch wenn wir uns damit letzt­end­lich noch mehr quälen und oft empfohlen wird, sich abzu­len­ken, so denke ich, dass die Trau­er­ar­beit eine Wichtige ist, um beim Bewäl­ti­gen des Lie­bes­kum­mers wei­ter­zu­kom­men. Musik ist dabei ein beliebtes Mittel, denn es gibt viele traurige Lieder, die sich um Tren­nungs­schmerz, Sehnsucht und Hilf­lo­sig­keit drehen. Wenn es dir ein Bedürfnis ist, solche Lie­bes­kum­mer-Lieder zu hören, dann mach das ruhig.

Verbringe ein paar Tage im Bett oder auf der Couch und gib dich deinen Gefühlen hin. Diese Phase der Trauer ist wichtig und sollte kei­nes­falls unter­drückt werden.

 

Lass es raus

Neben dem Ver­ar­bei­ten mithilfe von Musik, kann man seine Gefühle auch in eigene Gedichte, Zeich­nun­gen, o. ä. ein­flie­ßen lassen. Wenn es dir beim Bewäl­ti­gen des Tren­nungs­schmer­zes hilft, dann tob dich hier aus. Schreibe auf, wie es dir geht, oder male Bilder, die deine Gefühls­lage wider­spie­geln. Wenn du selbst musi­ka­lisch bist, dann kannst du auch eigene Songtexte und Melodien kreieren und dich auf diese Art und Weise mit deinem Lie­bes­kum­mer aus­ein­an­der­set­zen.

Sprich mit jemand über deine Gefühle!

Wichtig ist es auch, dass man mit seinem Gefühls­chaos nicht allein bleibt. Sprich mit Freunden oder der Familie darüber, wie es dir geht. Sollten Freunde oder Familie keine Anlauf­stelle sein, dann gibt es auch im Internet ver­schie­dene Foren oder Chat­grup­pen, um sich mit Menschen aus­zu­tau­schen, denen es im Moment genauso geht. Nutze diese Gele­gen­heit und tausch dich aus.

Kurzer Tape­ten­wech­sel

Ob die Eisdiele, in der ihr letztens noch gemeinsam gewesen seid oder die Wohnung, in der ihr gewohnt habt — in deinem jetzigen Umfeld gibt es viel, was dich an die gemein­same Zeit erinnert. Deswegen kann nach der Phase der Trauer ein kurzer Tape­ten­wech­sel gut tun. Gönn dir einen Urlaub oder mach einen kleinen Ausflug mit Freunden zu Orten, die du nicht mit deinem Ex ver­bin­dest. Auch das kann dir helfen, den Lie­bes­kum­mer zu über­win­den.

Lass ihn ver­schwin­den

Versuche ihn aus deinem unmit­tel­ba­ren Umfeld zu verbannen. Das gilt für gemein­same Fotos oder Lie­bes­briefe von ihm — einfach in eine große Kiste packen und in den Keller oder auf den Dachboden räumen. Wenn du es kannst, dann schmeiß sie einfach weg. Je weniger du an ihn und die gemein­same Zeit erinnert wirst, umso leichter fällt es dir.

Tu dir Gutes

Jetzt ist es an der Zeit an dich zu denken. Erlaubt ist alles, was dir gefällt und gut tut. Ob eine neue Haarfarbe, Frisur oder eine Massage — lass dich verwöhnen. Gegen die Wut hilft es auch, sich kör­per­lich aus­zu­powern.

Ver­schaffe dir einen klaren Blick

Gerade, wenn man unter Lie­bes­kum­mer leidet, neigt man oft dazu, Dinge zu beschö­ni­gen und das Negative aus­zu­blen­den. Doch sei ehrlich zu dir selbst, denn es gibt in jeder Beziehung negative Faktoren. Richte dein Augenmerk darauf und nicht auf das Schöne. Das hilft dir ein­zu­se­hen, dass die Beziehung nicht das Non­plus­ul­tra war. So ist es einfacher, das der Trennung etwas Positives abzu­ge­win­nen.

Verkriech dich nicht

Sich in der anfäng­li­chen Phase des Lie­bes­kum­mers und Tren­nungs­schmer­zes zu ver­krü­meln und von der Außenwelt abzu­schir­men ist voll­kom­men in Ordnung und auch wichtig. Aber irgend­wann solltest du dich aufraffen und wieder nach draußen gehen. Schnapp dir deine beste Freundin und fahrt für ein Picknick an einen See oder trefft euch in einem Café. Lass zu, dass deine Freunde und die Familie dich aufbauen. Kleine Momente der Freude können schöne Licht­bli­cke in der sonst so schmerz­vol­len Zeit sein.

Neue Gewohn­hei­ten

In jeder Beziehung gibt es Rituale. Versuch diese zu durch­bre­chen und durch neue Gewohn­hei­ten zu ersetzen. So fällt dir das Loslösen leichter und du wirst nicht ständig an die gemein­same Zeit erinnert.

Was dir beim Tren­nungs­schmerz Bewäl­ti­gen nicht hilft

Neben den Dingen, die einem helfen den Tren­nungs­schmerz zu bewäl­ti­gen, gibt es auch viele, die so gar nicht helfen, sondern uns das Leben nur noch schwerer machen, als es in dem Moment eh schon ist. Und doch sind sie sehr reizvoll. Versuche zu wider­ste­hen und kon­zen­triere dich nur auf dich und die Bewäl­ti­gung deines Lie­bes­kum­mers.

Nach­spio­nie­ren oder Stalken — ein No Go!

Auch wenn es sehr reizvoll ist in den sozialen Medien oder über Freunde in Erfahrung zu bringen, was der Ex so treibt und ob er schon wieder eine neue Partnerin hat, ist das ein absolutes No Go. Letzt­end­lich führt das nämlich nur zu mehr Herz- und Tren­nungs­schmerz. Am besten löschst du seine Han­dy­num­mer und auch die Freund­schaft in sozialen Medien, um nicht ständig alte Wunden auf­zu­rei­ßen. Sich immer wieder damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, was der andere tut, ist nicht hilfreich, sondern schadet eher, wenn man seinen Lie­bes­kum­mer über­win­den möchte.

 

Keine Rache­ak­tio­nen starten

Auch wenn die Trauer irgend­wann in Hass und Wut umschlägt, so solltest du auf keinen Fall Rache­ak­tio­nen starten. Denn damit schadest du im Endeffekt nur dir selber. Nutze die Wut lieber, um dir klar­zu­ma­chen, dass nicht alles so perfekt war, wie man im ersten Moment meint. Damit fällt die Abna­be­lung leichter.

Ständig über ihn sprechen

Am Anfang ist es noch wichtig, über die Gefühle und den Tren­nungs­schmerz zu reden. Doch irgend­wann sollte der Zeitpunkt kommen, wo du aufhörst, ständig über ihn zu sprechen und an ihn zu denken. Vermeide zu viel Kopfkino, indem du dich fragst, was du hättest anders machen können oder was du tun könntest, um ihn wieder zurück­zu­be­kom­men. Wenn die Trennung endgültig ist, dann hilft dir das nicht weiter. Kon­zen­triere dich lieber auf dich und schau nach vorne.


Das Wich­tigste, um den Lie­bes­kum­mer über­win­den zu können, ist wohl, dass du auf dich selbst hörst. Achte darauf, was du brauchst und was dir gut tut. Den Tren­nungs­schmerz bewäl­ti­gen ist nicht gerade einfach, weshalb du auch nicht davor zurück­schre­cken solltest, dir Hilfe zu suchen, wenn du alleine nicht damit zurecht­kommst. Verkriech dich also nicht zu lange, denn sonst kann aus dem Loch, in dem du sitzt, eine ernst­hafte Depres­sion werden.

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