Henna Tattoo selber machen, Anleitung, Muster, Motive, Vorlagen

Anleitung: Henna Tattoo selber machen inkl. Muster/Motive

Ein Henna Tattoo selber machen ist ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Genau das zeige ich dir in dieser Anleitung. Außerdem findest du jede Menge tolle Henna Vorlagen, Muster und Motive. So kannst du auch als Anfänger deine Hand, Finger, Beine oder Arme mit diesen schönen tem­po­rä­ren Tattoos ver­schö­nern.

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Ursprung und Bedeutung von Mehndi

Die Malerei mit Henna auf der Haut wird als Mehndi oder Mehendi bezeich­net. Der Ursprung der orna­men­ta­len Kör­per­be­ma­lung geht bis ins Altertum zurück. Ursprüng­lich stammt die Henna Malerei aus Persien und breitete sich von da über Indien und die arabische Halbinsel aus. Auch in Nord­afrika hat sich dieser Kör­per­schmuck etabliert.

Henna Tattoo, Ursprung, Bedeutung

In jedem dieser Länder haben die Symbole ver­schie­dene Bedeu­tun­gen und auch die Art der Bemalung unter­schei­det sich. Doch eins haben sie nahezu alle gemeinsam – meist steht das Henna Tattoo für die Ver­hei­ßung von Glück und Gesund­heit und wird bei beson­de­ren Fest­lich­kei­ten und auf Hoch­zei­ten getragen. In den meisten Kulturen ist die Bemalung mit Henna reine Frau­en­sa­che, nur selten werden auch Män­ner­kör­per mit diesen tem­po­rä­ren Tattoos verziert.

Henna Farbstoff

Das im Blatt des Hen­na­strauchs ent­hal­tene Lawson Pigment ist der Farbstoff, welcher für die typische rot-bräun­li­che Farb­ge­bung sorgt. Und das ist auch die einzig natür­li­che Farbe. Alles, was von diesem natür­li­chen Farbton abweicht, ist durch das Bei­mi­schen von che­mi­schen Zusatz­stof­fen erreicht worden, was für die Ver­träg­lich­keit jedoch pro­ble­ma­tisch sein kann.

Henna Tattoo, Farbe, Farbstoff

Kann man eine Henna Allergie bekommen?

Eine Allergie gegen das Natur­pro­dukt Henna ist selten, Haut­rei­zun­gen sind jedoch möglich, wenn man emp­find­lich reagiert. Vorsicht ist aller­dings bei schwarzem oder nicht rötlich/braunem Henna geboten. Diesem sind oft chemische Zusatz­stoffe, wie bei­spiels­weise PPD (Para­phe­ny­len­dia­min) bei­gemischt, welche eine ver­meint­li­che Henna Allergie auslösen können.

Deswegen empfehle ich:

Teste die Paste erst mal an einer kleinen, unauf­fäl­li­gen Stelle.

Sind nach 24 h keine Ver­än­de­run­gen auf­ge­tre­ten, kannst du sie verwenden.

Henna Tattoo selber machen

Ein Henna Tattoo selber machen ist leichter, als du im ersten Moment viel­leicht denken magst. Aller­dings gehört durchaus ein wenig künst­le­ri­sches Geschick dazu.

Es gibt ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten, womit man die haltbare Farbe auf die Haut bringen kann. Welches Produkt man bevorzugt und ob man bei­spiels­weise mit einer Henna Schablone arbeitet oder Freihand zeichnet, kann man ganz indi­vi­du­ell selbst ent­schei­den.

Hennapaste selber anmischen

Ich per­sön­lich nutze am liebsten Henna Pulver zum selber Anrühren und zeichne dann mithilfe eines Appli­ka­tors frei Hand. Fang am besten mit einem einfachen Motiv an und arbeite dich dann immer weiter zu den schwie­ri­ge­ren Mustern vor.

Gerade für Anfänger können Scha­blo­nen hilfreich sein. Viele weitere Tipps und Tricks findest du übrigens am Ende des Beitrags.

Pulver zum Anmischen

Ich nutze für das selbst gemachte Henna Tattoo ein Pulver, welches man zu einer Paste anrührt. Diese trägt man dann mithilfe eines Appli­ka­tors auf. Ich komme damit am besten zurecht. Achte unbedingt auf ein Pulver ohne die Zugabe des che­mi­schen PPD. Wie das Pulver anzu­mi­schen ist, kannst du auf der Packung nachlesen.

Ich verwende gerne dieses Hen­na­pul­ver,

welches man mit ein wenig Zucker, Zitro­nen­saft und Cajeput Öl anmischt.

Cajeputöl BIO, 10ml

Preis ab: 2,65 Euro

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Mit dem Appli­ka­tor lässt sich das Motiv dann ganz einfach auftragen. Bei diesem Henna-Kit hat man unter­schied­lich dicke Spitzen, was die Arbeit erleich­tert.

 

Henna Tattoos zum Kleben

Wer sich so gar nicht traut, ein Henna Tattoo selber zu machen, der kann auch einfach welche zum Kleben kaufen. Diese werden wie Abzieh­bild­chen auf die Haut auf­ge­bracht und sehen auch hübsch aus.

 

Selbst­kle­bende Tattoo-Schablone

Gerade für kleine Henna Motive kann eine Tattoo-Schablone hilfreich sein. Diese wird meist auf die Haut geklebt und anschlie­ßend werden die freien Stellen der Vorlage mit der Paste auf­ge­füllt.

 

Henna-Tattoo-Anleitung

Ich gehe in meiner Henna-Tattoo-Anleitung nun auf die Anwendung des Pulvers ein, welches wir nach Packungs­bei­gabe anmischen. Versuche anhand deines Motivs abzu­schät­zen, wie viel Paste du benötigen wirst. Eine genaue Angabe kann ich hier leider nicht machen, da es von Muster zu Muster unter­schied­lich ist. Aller­dings ist es kein Problem nach­träg­lich noch welches zu mischen, wenn du fest­stellst, dass du mehr brauchst oder zu viel ange­mischte Paste im Kühl­schrank auf­zu­be­wah­ren.

Zum Anmischen für das oben ange­ge­bene Henna Pulver benötigst du:

  • Heißes Wasser,
  • Zucker,
  • eine große Schüssel,
  • Schnee­be­sen,
  • Frisch­hal­te­fo­lie,
  • Zitro­nen­saft,
  • Cajeput Öl.

Wenn du das Pulver nach Packungs­bei­gabe vermengt hast, muss es 24 Stunden ruhen, bevor du es verwenden kannst. Dies solltest du bei deiner Zeit­pla­nung bedenken.

Henna Tattoo Anleitung

Die Haut richtig vor­be­rei­ten

Die Ruhezeit unserer Hen­na­paste ist vorbei, wir haben uns ein Motiv und eine passende Haut­stelle aus­ge­sucht. Dann gilt es unsere Haut richtig vor­zu­be­rei­ten. Auch das hat einen Einfluss auf die Halt­bar­keits­dauer unseres tem­po­rä­ren Tattoos.

Peele die Haut­stelle, auf der du dein Henna Tattoo auftragen möchtest. Anschlie­ßend mit Alkohol säubern. Im Idealfall sind deine Hände warm, so kann die Farbe besser auf­ge­nom­men werden.

Henna Tattoo selber machen

Wie lange sollte die Hen­na­paste einwirken?

Wenn du dein Motiv nun auf die Haut auf­ge­tra­gen hast, dann muss die Hen­na­paste einwirken. Das ist eigent­lich der schwie­rigste Teil, denn noch ist die Paste nass und jede kleine Berührung sorgt dafür, dass es ver­schmiert und du dann einen farbigen Klecks hast. Dem­entspre­chend ist Vorsicht geboten, bis die Paste angezogen hat.

Nach etwa 10 – 20 Minuten Trocknen an der Luft müsste deine Hen­na­paste voll­kom­men abge­trock­net sein. Nun könntest du sie theo­re­tisch entfernen, doch wir wollen ja ein möglichst inten­si­ves Farb­er­geb­nis. Deswegen gilt – je länger sie drauf bleibt, umso besser. Also lass die trockene Paste auf der Haut und wickle am besten einen luft­durch­läs­si­gen Verband locker darum.

Henna Tattoo, Körperstelle

Min­des­tens fünf Stunden sollte das Henna auf der Haut bleiben, im Idealfall sogar 12 Stunden.

Wie lange bleibt das temporäre Tattoo sichtbar?

Wie lange das Henna Tattoo sichtbar bleibt, hängt von ganz unter­schied­li­chen Faktoren ab. Nor­ma­ler­weise hält es etwa 7, bei guter Pflege auch 14 Tage. Allgemein kann man sagen, je weniger deine Haut mit che­mi­schen Stoffen und auch Wasser in Berührung kommt, umso länger hält die Farbe auf der Haut.

Das ist bei den Händen gar nicht so einfach, weshalb ich vor und nach dem Kontakt mit Wasser grund­sätz­lich ein wenig Arganöl verwende und das Tattoo damit pflege.

 

Welche Kör­per­stel­len eignen sich besonders?

Bei Henna Tattoos denkt man sofort an die kunstvoll bemalten Hände. Aller­dings gibt es auch viele andere Kör­per­stel­len, welche du mit einem tem­po­rä­ren Tattoo ver­schö­nern kannst.

Henna Tattoo, Einwirkzeit

Da Henna nur die obere Haut­schicht färbt und nicht in die Haut eindringt, werden stark bean­spruchte Kör­per­stel­len die Farbe schneller verlieren, als jene, die nicht so stark bean­sprucht werden.

Muster, Vorlagen, Motive

Hier habe ich nun ein paar Anre­gun­gen für dich. Egal, ob Anfän­ge­rin oder Fort­ge­schrit­tene, hier findest du ganz viele Muster, Vorlagen und Motive, um dich inspi­rie­ren zu lassen. Wie bei jeder Kör­per­kunst gibt es auch beim Henna Tattoo keine Regeln, suche dir etwas aus, das dir gefällt, oder kreiere dein ganz eigenes Ornament.

Henna Muster für Anfänger

Hier habe ich zwei Mus­ter­rei­hen für dich, die fort­lau­fende Henna Muster für Anfänger zeigen.

Henna Muster Anfänger

 

 

Henna Muster, einfach, leicht

Henna Motive für Fort­ge­schrit­tene

Das sind zwei Vorlagen, die Henna Motive für Fort­ge­schrit­tene zeigen. Hier kommen unter­schied­li­che Lini­en­stär­ken genauso vor, wie sehr detail­ge­treue Ornamente. Doch mit ein bisschen Übung schafft man auch das.

Henna Vorlage Fortgeschrittene

Henna Motive, Fortgeschrittene

 

Groß­flä­chige Henna Muster

Henna Vorlage, Muster, Motive

großflächiges Henna Muster

Tipps & Tricks

Am Ende dieses Beitrags möchte ich dir nun noch ein paar Tipps und Tricks für dein erstes, selbst gemachtes Henna Tattoo mit an die Hand geben.

  • Schwarzer Tee verstärkt die Farbe.
    Wenn du bei der Mischung deiner Hen­na­paste ein wenig vom heißen Wasser durch schwarzen Tee ersetzt, kann das die Farbe inten­si­vie­ren.
  • Manchmal ist Hilfe nicht schlecht.
    An manchen Kör­per­stel­len tut man sich leichter, wenn man eine gute Freundin zu Hilfe holt. So lassen sich auch tolle Motive auf dem Rücken o. ä. rea­li­sie­ren.
  • Wat­te­stäb­chen immer parat haben.
    Beim Malen deines Henna Motivs solltest du immer Wat­te­stäb­chen zur Hand haben, um etwaige Fehler sofort aus­zu­bes­sern. Und das solltest du auch tun, denn sonst bekommt dein Muster unschöne Kleckse.
  • Fertig ange­mischte Hen­na­paste auf­be­wah­ren.
    Bereits ange­mischte Hen­na­paste kannst du ganz einfach in einem ver­schlos­se­nen Gefäß für 1 – 2 Wochen im Kühl­schrank auf­be­wah­ren.
  • Vorher auf Papier probieren.
    Gerade, wenn du deine Haut das erste Mal mit Henna färbst, probiere ein paar Striche mit dem Appli­ka­tor auf Papier. So kannst du besser abschät­zen, wie stark du drücken müsst und kannst dich gleich­zei­tig daran gewöhnen.
  • Pflege ist das A und O.
    Ich pflege mein Hen­natat­too täglich mit Arganöl, was einen positiven Einfluss auf die Halt­bar­keit hat.
  • Probleme mit Henna Tattoo im Urlaub.
    Manchmal kommt man im Urlaub auf die Idee, sich ein Henna Tattoo machen lassen. Doch das kann ganz schnell Probleme geben, wenn die Haut danach anfängt zu jucken, zu brennen, Blasen zu werfen oder rot zu werden. Deswegen solltest du auch hier darauf achten, dass eine Hen­na­paste ohne PPD verwendet wird.
  • Taste dich an die perfekte Kon­sis­tenz heran.
    Die perfekte Kon­sis­tenz für den Appli­ka­tor musst du raus­fin­den. Wenn die Hen­na­paste zu flüssig ist, dann verläuft sie, wenn sie zu fest ist, dann lässt sie sich nicht durch die Appli­ka­tor­spitze drücken. Du kannst auch nach der Ruhezeit noch ein wenig Pulver oder Wasser nachgeben, um die ideale Kon­sis­tenz zu finden.
  • Kegel/Cones statt Appli­ka­tor
    Wenn du statt eines Appli­ka­tors sog. Kegel/Cones ver­wen­dest, denke daran: Du kannst die Öffnung größer machen, aber nicht mehr kleiner.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Malen mit Henna.

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