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Glow, Glow – Overglow! Für reine Haut nicht zu viel des Guten.

RothaarigeFrau

Seit einiger Zeit wird überall propagiert, man solle auf abdeckendes Make-Up verzichten und sich auf seine reine, schimmernde Haut als Nonplusultra der Schönheitspflege konzentrieren. GLOW ist das Zauberwort dazu, was heute eigentlich Primary Focus Keyword meint. (Mal schauen, ob es hier auch zaubert ;-))

Auch wenn wir in einem früheren Beitrag über den perfekt geschminkten Glow mittels Highlighter aufgeklärt haben, spricht ja auch wirklich nichts dagegen, seine wahre Haut zu Markte zu tragen, und sie nicht hinter Puder und Creme zu verstecken. Denn das dankt uns an erster Stelle unsere Haut selbst.

Schon der Verzicht auf vieles, was uns an teurem Make-Up bislang angepriesen wurde, befreit die Haut von Unreinheiten, Reizungen und lässt sie wieder frei atmen. Das Ganze ist ja eigentlich nicht neu, sondern uralt. Das Problem dazu ist es leider auch: unreine Haut.

Würden wir in einer Umwelt leben wie vor der Industrialisierung, wäre das Problem auch deutlich kleiner. Doch besonders die Gesichtshaut wird heute tagtäglich von unzähligen äußeren und inneren Einflüssen malträtiert, die schwer zu umgehen sind.

Schadstoffe in der Luft

Feinstaub, Ruß und sonstiger Schmutz in der Luft legt sich auf der Haut ab. Sie machen die Haut reizbarer, sensibler und bringen sie aus dem Gleichgewicht. Man unterscheidet zwei Arten von Schadstoff-Partikeln:

  • Primäre Schadstoffe, die von festen Quellen, wie industriellen Abgasen, und mobilen Quellen, wie Autos, LKW und Flugzeugen abgegeben werden.
  • Sekundäre Schadstoffe wie Ozon bilden sich aus primären Schadstoffen, die durch chemische Reaktionen, UV-Strahlen und Wärme umgewandelt werden.
  • Zudem gibt es tageszeitliche, jahreszeitliche und geographische Schwankungen der Luftverschmutzung. Während die Belastung nachts geringer ist, erreicht sie gleichzeitig im Sommer ihr Maximum.

Deine Hände und dein Handy

Man mag es kaum glauben, aber die größten Bakterienschleudern sind unsere Hände und unser Smartphone. Beide sind – oft unbewusst – häufig in Kontakt mit unserer Gesichtshaut. Auch, wenn wir sie regelmäßig waschen, können wir es kaum vermeiden, unsere Gesichtshaut den Bakterien auszusetzen.

Deine Ernährung

Dass Alkohol und Nikotin die Haut extrem strapazieren, dafür gab und gibt es ja viele sichtbare Beweise. Aber auch Zucker, Weizen und Milchprodukte stehen im Verdacht negative Auswirkungen auf unsere Haut zu haben. Sie sollen den Blutzuckerspiegel hochschießen lassen und dadurch die Talgproduktion und Entzündungsprozesse fördern. Schokolade ist aber wiederum vom ewigen Verdacht, Pickelursache zu sein, wissenschaftlich entlastet worden.

UV-Strahlung

Dass die Sonne nicht nur wohltuend für unsere Haut ist, sondern bei zu intensiver Strahlung ohne Schutz auch sehr schaden kann, wissen wir heute ja fast alle.

Was rettet unsere Haut und sorgt für den Glow?

Doch braucht es jetzt deshalb täglich Reinigungsgels, Gesichtstonics, Peelings, Antioxidantien-Salben, Anti-Pollution-Cremes, Seren, Öle, Tinkturen und Masken, um unsere Haut zu retten? Schaut man sich die vielen Beiträge der Influencer zum „ganz natürlichem Glow“ an, könnte man das glauben.

Fragt man aber Dermatologen, so schränkt sich die empfohlene kosmetische Behandlung überschaubar ein: 

FrauWasserspritzer

Nr. 1 Viel Wasser – innen und außen

Trinke viel Wasser, verzichte auf gesüsste Getränke. Und spüle dein Gesicht täglich häufiger einfach nur mit lauwarmen Wasser ab. Nutze dabei keine (herkömmliche) Seife. Trockene dich mit einem frischen Tuch. Und verzichte auch auf Gesichtswasser mit Alkohol.

Nr. 2 Lass Milde walten

Morgens und abends wäschst du dein Gesicht mit Syndets. Das sind synthetische Waschsubtanzen bei denen man den pH-Wert auf die Haut abstimmten kann. So bleibt der natürliche Säureschutzmantel erhalten. Achte auf einen pH-Wert um 5,5 und darauf, dass rückfettende sowie feuchtigkeitsregulierende Stoffe enthalten sind.

Nr. 3 Sanfte Pflege

Etwas Peeling zwei- oder dreimal die Woche und eine pflegende Creme, die zu deinem Hauttyp passt. Ab und an eine Maske, wenn es dir guttut. Mehr braucht es nicht, um seine Haut zusätzlich zu pflegen. 

Nr. 4 Gut ernähren

Deine Ernährungsweise spiegelt sich auch in deiner Haut. Wer Hautprobleme hat, sollte eine Weile schnell verdauliche Kohlenhydrate – wie sie in Süßigkeiten und Limonaden, Weißmehlprodukten und Fast Food vorkommen – ganz weglassen oder sie zumindest drastisch reduzieren und schauen, ob sich das Hautbild bessert. 

Einen schönen Teint verleihen Lebensmittel mit vielen B-Vitaminen und die wichtigen Beauty-Mineralien Kalium, Magnesium, Eisen und Selen.

Solltest speziell unter trockener Haut leiden, so findest du in diesem Beitrag einige Tipps von uns.

Wie sieht es mit euren Erfahrungen aus? Habt ihr noch Empfehlungen, die ihr hier vermisst?

Bildquellen: Titel Anradu auf Pixabay. Wasserspritzer: Ryan McGuire auf Pixabay

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