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Morgens schwarzer Kaffee, abends schwarzer Tee: Ist das gesund?

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Ich liebe Rituale. Eines davon ist meine morgendliche Zubereitung und das Trinken meines schwarzen Kaffees, zubereitet mit der French-Press und mit frisch gemahlenem Arabica-Kaffee. Ja, wirklich: Ich trinken ihn schwarz – weder Milch noch Zucker. Und jetzt in der anbrechenden Winterzeit kommt noch mein abendliches Tee-Ritual hinzu. Auch hier bevorzuge ich schwarz. Für grünen Tee, Früchte- und Kräutertees oder auch Ingwer-Zitrone bin ich zwar offen, freue mich, wenn mir solche Tees von Freunden zubereitet werden, doch wenn ich mich am Abend allein mit einer heißen Tasse Tee unter meine Wolldecke kuschle, dann ist es fast immer Darjeeling – also ebenfalls ein schwarzer, feiner Tee, gesüßt mit Honig.

Einige Freundinnen sind manchmal verwundert, dass ich meinen Kaffee wirklich schwarz trinke und dann auch noch schwarzen Tee am Abend. Der Kaffee wäre dann so bitter und den Magen reizend, Kaffee und schwarzer Tee mache sie viel zu hippelig und ließe sie schlecht schlafen und zudem wäre ihnen das dann doch zu ungesund.

Zu ungesund? Okay, Zweifel hatte ich zwischenzeitlich auch mal. Doch ich fühlte mich nie unwohl oder bemerkte unangenehme Nebenwirkungen. Aber es gibt ja immer wieder Gerüchte über die Schädlichkeit von Kaffee und schwarzem Tee. Und denen bin ich dann doch mal nachgegangen.

„Kaffee entzieht deinem Körper Wasser, er dehydriert. Das musst du ausgleichen.“

Dieses Gerücht kenne ich schon von meiner Oma. Es hält sich hartnäckig. Doch es ist nichts dran. Das haben einige Studien schon belegt. Wäre es so, sähe ich aus wie eine Trockenblume.

„Kaffee schadet dem Herz-Kreislaufsystem.“

Das klingt ja danach als wäre Kaffeetrinken so bedenklich wie Rauchen. Und anfänglich gab es wohl Studien, die da einen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kaffeetrinken festgestellt haben wollten. Erst später bemerkte man, dass viele Kaffeetrinker auch Raucher sind. Nachdem man diese ausklammerte, konnte dem Kaffee keine schädigende Wirkung zugesprochen werden.

„Schwarzer Kaffee reizt den Magen.“

Da ist was dran, jedoch ist nicht der schwarze Kaffee an sich die Ursache. Es sind zu viele, gelöste Bitterstoffe. Das hat hauptsächlich zwei Ursachen. Zum einen nicht wirklich schonend geröstete Kaffeebohnen und zum anderen der Klassiker: der Kaffee steht seit Stunden auf der Wärmeplatte. So etwas ist auch ein Grund, warum sich die Milch so erfolgreich als Kaffeezusatz durchgesetzt hat. Wenn der Kaffee zu bitter ist, übertüncht die Milch das perfekt. Früher habe ich Milchkaffee bevorzugt bis ich mich von einem Barista durch die Welt des schwarzen Kaffees führen ließ. Das war eine Offenbarung. 

„Kaffee ist eine Droge.“

Genau genommen das Koffein, ja, das ist zweifellos eine Droge. „Chemisch gesehen gehört Koffein zu den Alkaloiden – und wird pharmakologisch und medizinisch als Droge eingestuft. Es wirkt stimulierend und ist damit quasi ein legales Aufputschmittel, das die Konzentration und die körperliche Leistung steigern kann.“ schreibt man hier auf Quarks.

Und das gilt auch für schwarzen Tee. Denn was man etwas harmloser als Teein bezeichnet, ist letztlich das gleiche wie Koffein. Im Tee ist es etwas geringer und die Eigenschaften des Tees und seiner Zubereitung sorgen dafür, dass der Tee etwas anders wirkt.

Drogen sind sicher nicht gesund. Doch was nicht gesund ist, muss ja nicht zugleich auch ungesund sein. Dazwischen liegt für mich noch der Bereich „Genuss“. Meine Devise ist: Bewusst Ungesundes zu vermeiden, aber mich dabei nicht gänzlich um jeden Genuss bringen. Wenn ich etwas genießen kann, das mir nicht schadet – und in Maßen tut es schwarzer Kaffee und schwarzer Tee offenbar nicht – dann mag ich darauf nicht verzichten. Im Gegenteil: bei mir trägt es zum Wohlbefinden bei, körperlich und geistig. Und das ist ja ganzheitlich betrachtet auch wichtig, um gesund zu bleiben. Oder?

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Hier findest du eine gute Anleitung, wie man sich Kaffee mit der French-Press perfekt zubereitet.

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