Fettige Haut: Ursachen, Abhilfe und Schmink­tipps

Fettige Haut Ursachen, Hausmittel

„Meine Haut wird total schnell fettig und glänzt. Was kann ich dagegen machen?“ Mit dieser Frage stehst du nicht alleine da. Viele Frauen leiden darunter, dass ihre Haut schnell fettet und sind auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem. Doch was ist die Ursache dafür? Was kannst du tun bei fettiger Haut? Wie sieht die richtige Pflege aus und worauf solltest du bei deiner Ernährung achten? All das und noch mehr erfährst du in diesem Artikel.

Die Ursachen für fettige Haut

Die Gründe für fettige Haut liegen in einer über­mä­ßi­gen Talg­pro­duk­tion. Diese kann an fast allen Stellen des Körpers auftreten, doch am häu­figs­ten sind das Gesicht sowie die Kopfhaut betroffen. Mit fettiger Haut sind, durch die ver­stopf­ten Poren, häufig auch Pickel und Mitesser verbunden.

Nun ist unser Körper ein eng ver­floch­te­nes System. Das macht es teilweise schwer, die Ursachen für ein Problem zu erkennen und an der richtigen Stelle anzu­set­zen. Auch bei fettiger Haut kann Detek­tiv­ar­beit notwendig sein, um die Gründe für die über­mä­ßige Talg­pro­duk­tion zu her­aus­zu­fin­den.

Diese können zum Beispiel sein:

  • Stress
    Das Hormon Cor­ti­co­tro­pin ist nicht nur für die kör­per­li­chen und Ver­hal­tens­re­ak­tio­nen bei Stress ver­ant­wort­lich, sondern steuert auch die Talg­drü­sen in der Haut. Somit wirkt sich andau­ern­der Stress ungünstig auf dein Hautbild aus.
  • Hor­mo­nelle Probleme
    Viele Teenager leiden in der Pubertät unter fettiger Haut oder Akne. Ver­ant­wort­lich dafür ist die hor­mo­nelle Umstel­lung, die sie gerade durch­ma­chen. Doch auch bei erwach­se­nen Frauen spielen Hormone natürlich eine Rolle. Fettige Haut kann während oder nach der Schwan­ger­schaft auftreten, aber auch durch hor­mo­nelle Ver­hü­tungs­mit­tel sowie monat­li­che Schwan­kun­gen des Hor­mon­haus­halts ver­ur­sacht werden.
  • Falsche Ernährung
    Du bist, was du isst. Dieser Spruch bewahr­hei­tet sich immer wieder und doch wird er gerne aus­ge­blen­det. Besonders zucker- und fett­rei­ches Essen kann zu fettiger Haut führen. Welche Lebens­mit­tel du statt­des­sen essen solltest, verrate ich dir weiter unten im Beitrag.

Neben diesen drei Haupt­ur­sa­chen gibt es noch einige mehr, zum Beispiel eine erbliche Ver­an­la­gung oder der über­mä­ßi­ger Konsum von Alkohol. Wenn du selber nicht her­aus­fin­dest, warum du stark ölige Haut hast, kannst du den Rat eines Arztes hin­zu­zie­hen. Dieser kann oft schon durch das Erschei­nungs­bild erkennen, worin die Gründe liegen oder eine tie­fer­ge­hende Unter­su­chung durch­füh­ren.

Das kannst du gegen fettige Haut tun

Die Gründe zu kennen, ist ein wichtiger Faktor, um etwas gegen ölige Haut zu unter­neh­men. Doch nicht immer lassen sich die Ursachen einfach aus der Welt schaffen. Gerade hor­mo­nelle Störungen brauchen oft viel Zeit, um sie in den Griff zu kriegen.

Lies auch: Was sind die Ursachen für Pickel und Mitesser?

Lass uns daher Schritt für Schritt schauen, was du selber machen kannst.

  1. Sorge für saubere Hautporen
    Starke Reibung ist schlecht bei fettiger Haut. Deshalb solltest du genau das beim Reinigen deines Gesichts vermeiden und statt­des­sen sanft vorgehen. Verwende morgens und abends ein pH-neutrales Rei­ni­gungs­pro­dukt und lauwarmes Wasser – kein heißes. Anschlie­ßend trocknest du dein Gesicht vor­sich­tig mit einem Handtuch ab.
  2. Halte die Haut klar
    Helfen kann dir dabei zum Beispiel ein Gesichts­was­ser aus Apfel­es­sig, das du einmal täglich anwendest. Dazu mischst du 2 EL Apfel­es­sig mit 6 EL destil­lier­tem Wasser und trägst die Mischung mit Watte auf die betrof­fene Kör­per­re­gion auf. Lass sie ca. 10 Minuten einziehen und wasch sie danach vor­sich­tig mit kaltem Wasser ab.
  3. Wähle die richtige Haut­pflege
    Wovon deine Haut bereits genug hat, ist Fett. Darauf solltest du somit bei der Wahl der Haut­pflege ver­zich­ten und statt­des­sen eine wählen, die Feuch­tig­keit spendet. Es gibt einige Kos­me­tik­pro­dukte, die speziell auf die Bedürf­nisse fettiger Haut aus­ge­rich­tet sind. Achte darauf, dass das Produkt „nicht-komedogen“ ist. Das bedeutet, dass keine Inhalts­stoffe enthalten sind, die die Poren ver­stop­fen. Wenn du unsicher bist, frag am besten beim Verkäufer oder in der Apotheke nach.
  4. Gönn dir Pflege
    Eine Gesichts­maske hilft, deine Haut zu beruhigen und sie zu klären. Dazu eignen sich zum Beispiel Masken aus Heil- oder Tonerde. Während diese einzieht, kannst du einfach mal ent­span­nen und nichts tun. Eine noch ein­fa­chere Variante ist es, zwei Gur­ken­schei­ben auf deine Haut zu reiben und den Saft nachts einwirken zu lassen. Die in der Gurke ent­hal­te­nen Stoffe sorgen dafür, dass sich die Talg­drü­sen ver­klei­nern und wirken damit dem zu hohen Talg­aus­schuss entgegen.

Haus­mit­tel gegen fettige Haut

Außer den bereits gerade genannten Punkten gibt es noch ein paar mehr, wie du fettige Haut richtig pflegen kannst. Dazu zählen zum Beispiel Dampf­bä­der, mit denen du die Poren tief reinigst. Gut eignen sich als Zusatz Kamille oder Rin­gel­blume. Auch Teebaumöl leistet im Kampf gegen fettige Haut tolle Dienste. Aller­dings solltest du davon nur wenige Tropfen ins Dampfbad geben und wäh­rend­des­sen die Augen geschlos­sen halten.

Lies auch: Haus­mit­tel gegen Pickel, was hilft wirklich?

Weitaus unge­wöhn­li­cher hört sich eine Maske aus Sauer­kraut an, doch auch diese ist sehr wirksam. Dazu legst du 2-3 Esslöffel rohes Sauer­kraut auf die betrof­fene Haut­par­tie und lässt es 20 Minuten einziehen. Dann nimmst du es runter, wäschst die Haut mit klarem Wasser ab und tupfst sie vor­sich­tig trocken.

Fettige Haut Schminktipps

Schmink­tipps bei fettiger Haut

Auch beim Schminken solltest du darauf achten, speziell für fettige Haut geeignete Produkte zu wählen. Diese sind ölfrei und mat­tie­rend, spenden Feuch­tig­keit und wirken anti­bak­te­ri­ell.

  1. Reinige dein Gesicht gründlich.
  2. Trage anschlie­ßend eine für fettige Haut passende Tagescreme auf.
  3. Nun folgt ein mat­tie­ren­der Puder, den du im Laufe des Tages immer wieder auf­fri­schen kannst. Nicht verwenden solltest du Puder, in dem Glanz­par­ti­kel enthalten sind.

Selbst­ver­ständ­lich gehört abends eine gründ­li­che Reinigung dazu, damit deine Haut atmen und sich erholen kann.

Die richtige Ernährung bei fettiger Haut

Die Wahl deiner Lebens­mit­tel und Getränke beein­flusst dein Hautbild. Tierische Produkte enthalten bei­spiels­weise viele gesät­tigte Fett­säu­ren und diese sind für deine Haut eine zusätz­li­che Belastung. Sinnvoll ist es daher, solche Lebens­mit­tel zu redu­zie­ren und statt­des­sen mehr Obst und Gemüse zu essen. Die Finger solltest du außerdem von Süßig­kei­ten, fettigen Snacks wie Chips und Pommes sowie Alkohol lassen. Als Getränke eignen sich besser ungesüßte Tees (zum Beispiel Brenn­nes­sel oder Pfef­fer­minze) oder einfach Wasser.

Eine große Rolle für eine gesunde Haut spielt Zink. Dies kommt unter anderem vor in:

  • Son­nen­blu­men­ker­nen
  • Kür­bis­ker­nen
  • Hafer­flo­cken
  • Walnüssen
  • Para­nüs­sen
  • Leinsamen

Auch auf die Zufuhr von Vitamin A solltest du achten. Enthalten ist es unter anderem in:

  • Käse
  • Seefisch
  • Möhren, Brokkoli, Spinat, Paprika, Feldsalat, Grünkohl, Honig­me­lone
    Sie alle enthalten die Vorstufe Beta-Karotin, das im Körper in Vitamin A umge­wan­delt wird.

Per­sön­li­che Erfah­run­gen und Tipps gegen fettige Haut

Ich selber stelle immer wieder direkte Aus­wir­kun­gen meines Ess­ver­hal­tens auf meine Haut fest. Wenn ich an einem Abend Chips esse, habe ich garan­tiert zwei Tage später fettige Haut und Pickel. Auch Stress macht sich bei mir deutlich in meinem Hautbild bemerkbar. Gesunde Ernährung und aus­rei­chend Ent­span­nung bilden somit für eine reine Haut eine gute Basis – und natürlich für vieles mehr!

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